Lokalmatador als Maß aller Dinge: Grönholm gewann Heim-Rallye in Finnland zum 29. Mal
- 39-Jähriger triumphiert vor Landsmann Hirvonen
- Stohl nach Überschlag vorzeitig ausgeschieden

Lokalmatador Marcus Grönholm hat in Finnland seinen 29. Sieg in der Rallye-WM gefeiert. Der 39-jährige Finne verwies seinen Landsmann und Teampartner Mikko Hirvonen im Ford Focus um 24,2 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde mit 1:09,9 Minuten Rückstand Weltmeister Sebastien Loeb im Citroen C4. Der Österreicher Manfred Stohl war nach einem Überschlag vorzeitig ausgeschieden.
Grönholm, der nach seiner Lieblingsrallye die Führung in der WM- Gesamtwertung nach dem neunten Lauf gegenüber Titelverteidiger Loeb auf 13 Zähler ausbaute, holte in seiner Heimat damit bereits den vierten Sieg in Serie. Im neuen Jahrtausend war der Finne bis auf 2003 in jedem Jahr erfolgreich. Mit seinem siebenten Heimsieg egalisierte Grönholm auch den Rekord seines Landsmanns Hannu Mikkola, der jedoch 16 Jahre dafür benötigte.
"Wir hatten in der Tat eine perfekte Rallye. Unser neuer Ford hat sich auf Anhieb als Siegerauto gezeigt. Als Finne freut man sich natürlich besonders, wenn man seine Heim-Rallye gewinnt", jubelte der zweifache Weltmeister nach seinem neuerlichen Erfolg bei der "Tausendseen-Rallye". Diesmal beeindruckte der Spitzenreiter im neuen Ford Focus RS WRC 07 mit 17 Bestmarken auf den insgesamt 23 Schotterprüfungen.
In der Marken-Wertung baute Weltmeister Ford mit seinem dritten Doppelsieg in diesem Jahr seine Führung auf 132 Punkte aus und liegt nun mit einem Vorsprung von 40 Zählern klar vor dem dreimaligen Titelgewinner Citroen. In der Fahrerwertung liegt Grönholm mit 75 Punkten vor Loeb (62) und Hirvonen (57), Stohl ist mit neun Zählern auf dem neunten Rang zu finden. (apa)
