Leichenspürhunde fanden Spuren: Wurde Maddie noch im Hotelzimmer ermordet?
- Ermittler untersuchten nochmals genau den Strand
- Auch Grundstück von Verdächtigem durchsucht
Schweizer Polizei sucht fieberhaft nach Fünfjähriger
Die vermisste Madeleine ist nach einem Zeitungsbericht möglicherweise noch in ihrem Zimmer innerhalb der Ferienanlage in Südportugal ermordet worden. Die Vierjährige war vor drei Monaten von dort verschwunden. Wie die portugiesische Zeitung "Correio da Manha" berichtete, haben Leichenspürhunde der Polizei Spuren entdeckt, die auf diese Möglichkeit hindeuten.
Demnach hätten die Hunde der britischen Polizei in der Ferienanlage im Algarve-Badeort Praia da Luz die Geruchsspuren einer Leiche ausfindig gemacht. Dies deute darauf hin, dass in der Ferienwohnung, in der das britische Mädchen mit seinen Eltern die Ferien verbracht hatte, sich ein Leichnam befunden habe.
Aufgrund dieser Hypothese hätten die Ermittler nochmals genau den Strand abgesucht - für den Fall, dass der Mörder die Leiche ins Meer geworfen hätte. Auch die erneute Durchsuchung des Hauses des bisher einzig Verdächtigen stehe in diesem Zusammenhang.
Auch Grundstück von Verdächtigem durchsucht
Portugiesische und britische Ermittler haben an der Algarve noch einmal das Anwesen des bisher einzigen Verdächtigen durchsucht. Die zweitägige Aktion wurde beendet, wie die Nachrichtenagentur Lusa berichtete. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt.
Mehr als zwölf Beamte und mindestens ein Hund waren an der Durchsuchung beteiligt. Die Ermittler befreiten das Gelände mit Rechen und Heckenscheren von Vegetation. Das Anwesen des 33 Jahre alten Briten befindet sich 100 Meter von der Stelle, an der Madeleine vor drei Monaten zuletzt gesehen wurde.
Der Mann, der in dem Fall als bis dato einziger von den Behörden formal als Verdächtiger bezeichnet wird, wurde nicht festgenommen. Er war bereits im Mai verhört, aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Er hat jede Verwicklung in das Verschwinden von Madeleine zurückgewiesen.
Schweizer Mädchen abgängig
Die Schweizer Polizei hat die Suche nach einem vermissten fünfjährigen Mädchen fortgesetzt. Die Einsatzkräfte durchkämmten erneut die Umgebung des Hallenbads von Appenzell, wo die kleine Ylenia am Dienstag das letzte Mal gesehen worden war. "Es gibt absolut nichts Neues", sagte ein Sprecher der St. Galler Kantonspolizei.
Im Kanton St. Gallen konzentrierte sich die Suche auf die Gemeinde Oberbüren. Dort hatte ein 67-Jähriger, der im Zusammenhang mit Ylenias Verschwinden als Hauptverdächtiger gilt, einen anderen Mann angeschossen, bevor er Selbstmord beging. In dem Waldstück waren auch persönliche Dinge des Mädchens entdeckt worden.
(apa/red)
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