Samstag, 4. August 2007

Neuerliche Gewalt-Exzesse in Pakistan: Mindestens 23 Todesopfer bei Anschlägen

  • Selbstmordattentäter riss acht Leute mit in den Tod
  • 14 Menschen bei Gefecht im Grenzgebiet getötet

Bei neuer Gewalt in Pakistan sind mindesten 23 Menschen getötet worden. Im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan riss ein Selbstmordattentäter mindestens acht Menschen mit in den Tod. Nach Behördenangaben war der Täter mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto in der Stadt Parachinar in ein anderes Fahrzeug gefahren. Nach Angaben von Ärzten wurden 35 Verletzte ins Krankenhaus gebracht.

Zuvor waren bei einem Feuergefecht ebenfalls im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan nach Angaben der Sicherheitskräfte zehn islamische Extremisten und vier Soldaten getötet worden. Die Soldaten hätten einen Angriff der Aufständischen auf eine Militärbasis und einen Kontrollposten in der Region Dosali nahe Miranshah, der Verwaltungshauptstadt von Nord-Waziristan, zurückgeschlagen, sagte ein Militärsprecher. In der Folge sei es zu einem zweistündigen Feuergefecht gekommen.

Hintergrund der anhaltenden Gewalt gegen Sicherheitskräfte ist die Erstürmung der von radikalen Islamisten besetzten Roten Moschee in Islamabad am 10. Juli durch Regierungstruppen. Extremisten hatten in der Folge zu Racheakten aufgerufen. (apa/red)

4.8.2007 13:53