Ermordete brutal unschuldigen Iraker: US-Soldat zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt
- Legte Waffe neben Leiche, um Angriff vorzutäuschen
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Wegen Mordes an einem Iraker hat ein US-Militärgericht einen Unteroffizier der Marineinfanterie zu 15 Jahren Haft verurteilt. Der 23-jährige Lawrence Hutchins war der einzige der acht Angeklagten, der im Zusammenhang mit der Tat im April 2006 im irakischen Hamdania des Mordes schuldig gesprochen wurde. Da die Geschworenen aber keinen Vorsatz erkannten, blieb Hutchins eine lebenslange Freiheitsstrafe erspart.
Die Gruppe von acht Marineinfanteristen im Irak wollte nach einer Serie von Anschlägen einen mutmaßlichen Aufständischen töten. Als sie den Mann nicht finden konnten, nahmen sie der Anklage zufolge einen Nachbarn mit und erschossen diesen. Anschließend legten sie eine Schaufel und ein Ak-47-Sturmgewehr neben die Leiche, um den Anschein zu erwecken, dass es sich um einen Aufständischen gehandelt habe.
Zeugen hatten Hutchins als Führer der Gruppe bezeichnet. Er wurde zudem unehrenhaft aus den Streitkräften entlassen und in den Rang eines Gefreiten degradiert.
Zuvor war ein weiterer Anbeklagter wegen Verschwörung zum Mord von dem Militärgericht im kalifornischen Camp Pendleton zu Haft verurteilt worden. Der 24-jährige Marshall Magincalda darf das Gefängnis aber umgehend verlassen, weil er bereits 448 Tage in Gewahrsam saß. Er wurde vom Stabsgefreiten zum einfachen Gefreiten degradiert.
(apa/red)
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