Freitag, 3. August 2007

Schweres Schiffsunglück vor Sierra Leone: Mindestens 50 Tote - 148 Menschen vermisst

  • Boot in rauer See vor der Nordküste gekentert

Bei einem schweren Schiffsunglück vor der Küste Sierra Leones sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Ein Handelsschiff kenterte bei rauer See vor der nördlichen Küste des afrikanischen Landes, wie ein Mitarbeiter der Freetown sagte.

"Nach den Berichten, die wir erhalten haben, sind 50 Menschen ums Leben gekommen, zwei konnten gerettet werden, und 148 werden noch vermisst." Zum Zeitpunkt des Unglücks waren den Angaben zufolge mehr als 200 Fahrgäste an Bord, außerdem hatte das Schiff 300 Säcke Reis geladen.

Ein lokaler Rundfunksender bestätigte das Unglück. Das Boot sei nahe dem Küstenort Bailor gegen 22.00 Uhr Ortszeit (00.00 MESZ) in schlechtes Wetter geraten, was die Katastrophe verursacht habe, sagte der Leiter von Radio Kolenten. Nach Behördenangaben bediente das Schiff die Verbindung zwischen der Hauptstadt Freetown und dem Dorf Rokumi.

Auf dem afrikanischen Kontinent gab es im vergangenen Jahr mehrere schwere Schiffsunglücke: Im April ertranken in Dschibuti mehr als 100 Menschen beim Untergang eines Schiffes an der Hafeneinfahrt. Im März kamen 130 Menschen ums Leben, als ein aus Nigeria kommendes Schiff südwestlich von Kamerun sank. Im Roten Meer starben bei einer Überfahrt von Saudi-Arabien nach Ägypten im Februar 2006 mehr als 1.000 Menschen bei einem schweren Fährunglück.
(apa)

3.8.2007 15:26