Pilotenfehler schuld an Flugzeugunglück in Brasilien: Bordcomputerdefekt auch möglich
- Gashebel für Triebwerk stand auf "Beschleunigung"
- 187 Menschen an Bord und zwölf am Boden starben

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Flugzeugunglück
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Ein Pilotenfehler könnte einer Zeitung zufolge maßgeblich zu dem schwersten Flugzeugunglück Brasiliens mit mindestens 199 Toten beigetragen haben. Der Gashebel für ein Triebwerk des Airbus habe beim Landeanflug statt wie nötig auf "Leerlauf" auf "Beschleunigung" gestanden, berichtete "Folha de Sao Paulo" unter Berufung auf die Flugschreiberdaten. Wahrscheinlich seien die Piloten dafür verantwortlich, ein Defekt des Bordcomputers könne aber nicht ausgeschlossen werden.
Sollten sich die Informationen bewahrheiten, könnten sie Zweifel an der Theorie nähren, dass eine rutschige Landebahn eine Hauptursache für das Unglück war. Damit wären die Behörden entlastet. Sie hatten eine Piste ohne Regenabflussrillen für den Verkehr freigegeben.
Der Airbus A320 der brasilianischen Fluggesellschaft TAM war am 17. Juli in der Stadt Sao Paulo über die Rollbahn hinaus geschossen und in ein Gebäude samt Tankstelle gerast. Alle 187 Menschen an Bord und mindestens zwölf am Boden kamen ums Leben. Kurz nach dem Unglück war der für die Luftverkehrskontrolle zuständige Verteidigungsminister Waldir Pires zurückgetreten.
Es war das zweite schwere Flugzeugunglück binnen zehn Monaten in Brasilien. Im September 2006 war eine Boeing 737 nach einer Kollision mit einem Privatflugzeug in den Amazonas-Regenwald gestürzt. Dabei starben 154 Menschen. Zudem kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Chaos mit stundenlangen Verspätungen im Flugverkehr.
(apa)
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