Freitag, 3. August 2007

ÖVP-Chef spricht Machtwort: Molterer lehnt Numerus Clausus für Studienanfänger ab

  • ÖVP-Chef auch gegen Leistungstests für Dreijährige

ÖVP-Obmann Molterer hat in der Bildungsdebatte die kritisierten Vorschläge seiner Partei verteidigt, gleichzeitig aber betont, dass er nicht mit allen Ideen einverstanden sei. "Manches findet nicht meine Zustimmung, etwa der beschränkt Uni-Zugang. Numerus clausus wird es mit mir nicht geben. Ich halte auch nichts von einer Debatte über Leistungstests für Dreijährige", so Molterer.

Allerdings handle es sich insgesamt um "fundierte Beiträge" der ÖVP. Den in der Perspektivengruppe Bildung gefundenen gesamtheitlichen Ansatz von Katharina Cortolezis-Schlager - vom Kindergarten bis zur Matura - halte er "für den einzig wirklich möglichen".

Kritik gab es erwartungsgemäß am Koalitionspartner SPÖ. Vor allem Sozialminister Buchinger erregt das Missfallen von Molterer. Buchinger sei ein "besonderes Exemplar dieser Strategie", der "angenehme Unwahrheiten" verbreite. Indem er etwa erkläre, dass der Finanzminister Geld für das freiwillige soziale Jahr zur Verfügung stellen sollte. "Da muss ich sagen: Lieber Kollege, bei einem derartigen Budget und einer Planungskapazität muss es möglich sein, für so ein wichtiges Anliegen Vorsorge zu treffen. Sonst kann ich einen Sektionschef hinsetzen, der es wahrscheinlich besser macht". (apa/red)

3.8.2007 18:09