Mittwoch, 1. August 2007

Volkspartei auch bei Pensionen uneins: Amon für unbefristete Hackler-Regelung

  • ÖAAB gegen Bundespartei und Wirtschaftsflügel

Nicht nur in Bildungsfragen, auch bei Sozialthemen ist die ÖVP derzeit uneins: Während Bundespartei und Wirtschaftsbund die Pensionsreform-Pläne von Sozialminister Buchinger ablehnen, unterstützt der ÖVP-Arbeitnehmerflügel ÖAAB dessen Vorhaben, die "Hackler-Regelung" unbefristet zu verlängern. Das sagte ÖVP- Sozialsprecher und ÖAAB-Generalsekretär Amon gegenüber einer Tageszeitung.

Laut Regierungsprogramm sollte die Hackler-Regelung im Wahljahr 2010 auslaufen. "Das Regierungsabkommen ist nicht die Heilige Schrift", sagt Amon dazu. Die Regierung sei "gut beraten", dieses Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten.

Einmal mehr fordert der ÖAAB außerdem die Anhebung des Beitrags für die "Abfertigung Neu" von 1,53 auf 2,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Außerdem will Amon die steuerliche Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten und ein steuerfreies Existenzminimum von 726 Euro pro unversorgtem Familienmitglied.

Die "Hackler-Regelung" sieht vor, dass Männer mit 60 Jahren ohne Abschläge in Frühpension gehen können, wenn sie 45 Arbeitsjahre hinter sich haben. Für Frauen gilt die Regelung nach 40 Arbeitsjahren mit Pensionsantrittsalter 55.

(apa/red)

1.8.2007 19:02