Illegale Zigarettenfabrik ausgehoben: Etwa 18 Tonnen Tabak bei Wien sichergestellt
- Zollfahndung hat acht Verdächtige festgenommen
- Vollbetrieb in Lagerhalle war noch nicht angelaufen
Eine illegale Zigarettenfabrik ist in einer kleinen Gemeinde im Bezirk Bruck an der Leitha ausgehoben worden. Nach Angaben der NÖ Sicherheitsdirektion wurden am Tatort, einer Lagerhalle, acht Verdächtige in Haft genommen. Die Ermittler stellten in dem 60 mal 25 Meter großen Gebäude eine Maschine zur Herstellung der Glimmstängel sicher.
Die Behörden stießen auf eine mehr als 25 Meter lange maschinelle Produktionsstraße für Zigaretten. Auch 18 Tonnen Tabak, 180 Kartons zu je 100 Kilo, wurden von den Fahndern sichergestellt. Ebenso fanden die Beamten Verpackungsmaterial, Filter und diverse Folien. 100 Stangen der Glimmstängel seien ebenfalls entdeckt worden.
Fabrik noch im Testbetrieb
Die Ermittler gingen davon aus, dass der Vollbetrieb in der Lagerhalle noch nicht angelaufen war. Vielmehr sollen die Verdächtigen erste Testläufe gestartet haben. Wie der Tabak und die Maschinen in die Lagerhalle gekommen waren, stand vorerst noch nicht fest. "Das ist Gegenstand der Ermittlungen", so ein Sprecher der zuständigen Zollfahndung. Die sichergestellten Glimmstängel, sie waren bereits zum Abtransport gelagert, hätten vermutlich am heimischen Markt landen sollen.
Bei den Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um fünf Bulgaren und drei Polen. Sie sollen sich in einem Gebäude, dass an die Lagerhalle angeschlossen war, vermutlich bereits seit längerem aufgehalten haben.
Auf die Spur der Kriminellen waren die Ermittler gekommen, als in der Nähe des Tatortes versucht worden war, Reisepässe und Dokumente von Personen ausländischer Herkunft zu verbrennen. Die weiteren Erhebungen führten die Fahnder zunächst auf das Firmengebäude, dann zur Lagerhalle. Die habe als Schauplatz der illegalen Zigarettenerzeugungswerkstätte gedient, wie sich in der Folge herausstellte.
(apa/red)
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