Kaltenbrunner brach K2-Gipfelsturm ab:
11. Achtausender wegen Wetter verpasst
- Assistentin: "Alle sind wohlauf, das ist das Wichtigste"
- Möglicherweise wird weiterer Versuch gestartet
Nichts wurde es vorerst mit dem elften Achttausender für die Oberösterreicherin Gerlinde Kaltenbrunner. Die Alpinistin musste den Gipfelsturm auf den 8.611 m hohen K2 wegen Schlechtwetters in über 8.000 m Höhe abbrechen. Ihr deutscher Ehemann und Bergpartner Ralf Dujmovits berichtete via Satellitentelefon, dass ein Start vom letzten Lager unterhalb des Gipfels unmöglich war, da es nicht aufklarte.
"Es war einfach kein Bergwetter", meinte Nicola Roth von Amical Alpin, dem Expeditionsunternehmen von Dujmovits, auf APA-Anfrage. Daher entschloss sich die Gruppe, zu der noch die beiden Kameraleute David Göttler und Daniel Bartsch gehören, zum Abstieg.
Alle sind wohlauf
"Alle sind wohlauf, das ist das Wichtigste", berichtete Kathrin Furtner, Kaltenbrunners Assistentin, der APA. "Im Basislager werden sie sich erstmal aufs Ohr hauen". Kaltenbrunner und ihr Team waren vier Tage am zweithöchsten Berg und wohl schwierigsten Achttausender der Erde unterwegs. Am Samstag war die Gruppe vom Basislager (5.100 Meter Höhe) aus gestartet und hatte am Montag über die extrem steile Cesen-Route den Schultergrad des K2 erreicht.
Auf rund 8.100 Meter Höhe wurde biwakiert. Gegen Mitternacht sollte der finale Aufstieg zum Gipfel beginnen. Wegen schlechter Sicht musste der Start immer wieder verschoben werden. Da es jedoch nicht aufklarte und ein Aufstieg somit zu gefährlich gewesen wäre, beschlossen die Alpinisten, umzukehren und abzusteigen.
"Wie es nun weiter geht, ist noch unklar", meinte Furtner. Theoretisch sei noch etwas Zeit für einen weiteren Versuch, da bräuchten Kaltenbrunner und Dujmovits jedoch eine ordentliche Portion Wetterglück. Außerdem ist ungewiss, wie sehr die Strapazen der vergangenen Tage und Wochen die Bergsteiger belastet haben. Die Oberösterreicherin aus Spital am Pyhrn hatte am 12. Juli den 8.047 Meter hohen Broad Peak bestiegen, ihren zehnten Achttausender. (apa/red)
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