Sommer 2007 bleibt in Erinnerung: Juli
brachte uns einige Tages-Hitzerekorde!
- Aber im Monatsmittel war es '06 wärmer & sonniger
- PLUS: So wird das Wetter in den nächsten Tagen!
Er wird den Österreichern noch lange im Gedächtnis bleiben - und das zu recht: der Juli 2007. Schließlich bescherte er uns laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik zahlreiche neue Rekorde. Insbesondere die heißen Tage vom 15. bis 20. im Osten und Südosten, übertrafen etwa in Eisenstadt, Wiener Neustadt oder Schwechat einige der bisherigen Bestwerte für Juli, bescherten uns aber auch einige absolute Höchstwerte, die bisher noch in keinem Monat gemessen wurden.
Insgesamt blieb dieser Juli aber sowohl bei den Temperaturmonatsmittel als auch bei der Anzahl der Tage über 30 Grad Celsius recht deutlich hinter dem Juli 2006 zurück. Hauptgrund dafür ist das kühle Wetter bis zum 12. Juli, aber auch die derzeitige Abkühlung zum Monatsende. In großen Teilen Österreichs werden die Temperaturmonatsmittel 1,5 bis 2,5 Grad Celsius über dem Normalwert liegen. Wärmer verlief der Monat nur lokal im äußersten Osten und Südosten Österreichs.
In Westösterreich betrugen die Abweichungen teilweise weniger als 1,5 Grad. Eine Sonderstellung nimmt der Bodenseeraum ein: In Bregenz wird der 30-jährige Monatsmittelwert (18,7 Grad, 1971-2000) nicht ganz erreicht werden. Damit ist dort die mit September 2006 begonnene Folge übernormal temperierter Monate zu Ende gegangen, überall sonst dauert sie noch an.
Anzahl der Hitzetage
Die Anzahl der Hitzetage (Tage mit mindestens 30,0 Grad) beträgt in den Landeshauptstädten im Juli 2007 maximal 13 am Flughafen Graz-Thalerhof und minimal drei in Bregenz. Spitzenpositionen nehmen auch Eisenstadt und Klagenfurt mit je zwölf Hitzetagen ein. Im Juli 2006 lagen Wien und Eisenstadt mit je 17 an der Spitze, Salzburg-Flughafen war das Schlusslicht mit zehn Tagen. In Bregenz wurden im Juli 2006 zwölf Hitzetage gezählt.
Der absolute Juli-Höchstwert 2007 betrug 39,5 Grad Celsius am 20. Juli in Andau. Am 10. Juli wurde in Bad Gastein mit 2,0 Grad C der absolute Monatstiefstwert gemessen.
Dennoch wurden in weiten Teilen des Landes noch annähernd normale Niederschlagsmengen erreicht. Beträchtliche Teile dieses Regens fielen aber in einigen Regionen Österreichs erst gegen Monatsende. Zuvor hatten dort die extrem heißen Tage schon für Dürreschäden gesorgt. Mehr als 125 Prozent wurden von Osttirol bis zum oberen Murtal sowie im Mühl- und westlichen Waldviertel gemessen. Von Retz über Krems bis St. Pölten sowie im Raum Wr. Neustadt fielen etwas weniger als 75 Prozent des Mittelwertes.
Anzahl der Sonnenstunden
Die Anzahl der Sonnenstunden übertraf bisher nicht in allen Landeshauptstädten den Normalwert. Allerdings wird der heutige Dienstag laut ZAMG alle Summen noch wachsen lassen. Bis dato weist Eisenstadt mit 302 Sonnenstunden nach den absoluten Werten die meisten und Bregenz mit 210 die wenigsten auf.
Graz liegt mit 125 Prozent (296 Stunden statt normal 237) des Normalwerts an der Spitze und Bregenz mit nur 93 Prozent (normal 227 Stunden) an letzter Stelle. In Wien verlief der Juli 2007 mit 301 Sonnenstunden (122 Prozent von normal 246) recht sonnig.
In Bezug auf die Sonnenscheindauer bleiben die Landeshauptstädten - mit Ausnahme Klagenfurts - weit hinter den Zahlen des Juli 2006 zurück. Damals verzeichnete Wien 363 und Bregenz 350 Sonnenstunden. (apa)
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