Donnerstag, 26. Juli 2007

Auto klare Nummer 1: Eigener Wagen wichtigstes Verkehrsmittel für EU-Bürger

  • 51 Prozent fahren regelmäßig mit dem Pkw
  • Nur jeder Fünfte nimmt Öffis oder das Fahrrad

Das Auto bleibt trotz der Klimaschutz-Debatte mit Abstand das wichtigste Verkehrsmittel für die EU-Bürger. 51 Prozent der Befragten in einer Eurobarometer-Umfrage gaben an, im täglichen Leben vor allem das Auto zu verwenden. In Österreich sind es 56 Prozent. Nur jeder Fünfte bevorzugt demgegenüber ein öffentliches Verkehrsmittel. Ebenfalls rund 20 Prozent gehen zu Fuß oder nehmen das Fahrrad.

Die meisten Europäer befürworten Maßnahmen für eine umweltfreundlichere Mobilität. Eine relative Mehrheit von 35 Prozent spricht sich EU-weit dafür aus, dass nur schadstoffärmere Fahrzeuge verkauft werden dürfen, um den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Entsprechende Steueranreize werden von 30 Prozent unterstützt. Beschränkungen für den Einsatz von Autos werden dagegen nur von elf Prozent der Europäer befürwortet, in Österreich von 15 Prozent.

Der Ausbau und die Verbesserung des öffentlichen Transportsystems wird von fast der Hälfte der Befragten als wirksamste Maßnahme genannt, um die Verkehrssituation in ihrer Stadt zu verbessern. Dagegen werden Fahrverbote in Stadtzentren, Geschwindigkeitsbeschränkungen und Stadtmauten mit großer Mehrheit abgelehnt.

54 Prozent der Befragten in der EU und 58 Prozent in Österreich gaben an, für einen umweltfreundlicheren Verkehr auch mehr zahlen zu wollen. Darunter sind aber nur wenige Befragte, die auch Kosten von mehr als zehn Prozent in Kauf nehmen wollen.

Die Bereitschaft, Straßenmaut zu zahlen, ist in der EU unterschiedlich hoch. Am geringsten ist sie in Frankreich und Italien (24 bzw. 25 Prozent), wo Gebühren für die Benutzung von Autobahnen bereits jetzt anfallen. Am höchsten ist sie in Tschechien und Litauen, wo 54 bzw. 52 Prozent Mauten unterstützen. In Österreich spricht sich eine Mehrheit von 57 Prozent der Befragten gegen Straßenbenützungsgebühren aus.

(apa)

26.7.2007 17:39