Billigflieger bieten weniger billige Tickets:
Stiftung Warentest - Airlines erhöhen Preise
- Easyjet, Ryanair, Germanwings konnten Preise halten
- Bei großen Airlines sanken jedoch die Preise deutlich

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Immer weniger Billigflieger bieten günstige Preise an. Nur Easyjet, Ryanair und Germanwings hätten ihre Preise in den vergangenen zwei Jahren halten können, berichtet die Stiftung Warentest in der August-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test". Dagegen kosteten die Tickets bei Air Berlin, Tuifly und Condor inzwischen deutlich mehr. Bei den großen Airlines dagegen sanken die Preise demnach wegen des Drucks der Billigflieger.
Bei Air Berlin kostet ein Ticket dem Test zufolge heute im Schnitt 76 Euro mehr als noch Anfang 2005, bei Tuifly 70 Euro mehr und bei Condor 87 Euro. Bei Easyjet lägen die Preise dagegen noch auf dem damaligen Niveau. Germanwings und Ryanair seien sogar noch etwas billiger geworden. Auch die Preise von Lufthansa, British Airways, Alitalia, Air France und Iberia seien gesunken. Dies liege aber vor allem daran, dass die großen Fluggesellschaften heute weniger sehr teure Tickets mit Preisen von mehr als 1.000 Euro anböten. Bei den großen nationalen Airlines gebe es aber auch immer mehr Tickets, die mit den Preisen der Billigflieger konkurrieren könnten.
Falle: Zusätzliche Gebühren
Fluggäste von Billigfliegern sollten jedoch auf zusätzliche Gebühren achten, rät Stiftung Warentest. So kostet etwa bei Ryanair jedes Gepäckstück extra. Bei den meisten der billigen Fluggesellschaften werden Gebühren für die Zahlung per Kreditkarte oder EC-Karte fällig. Zwar gebe es bei allen Airlines auch die Möglichkeit einer kostenlosen Zahlungsvariante - meist eine Lastschrift -, doch würden die Hinweise darauf meist gut auf der Internet-Seite versteckt.
Achtung: Umbuchung
Sehr hoch sind die Gebühren bei den Billigfliegern auch bei der Umbuchung oder Stornierung eines Tickets. Zudem zahlten einige von ihnen die Steuern und Gebühren bei Stornierung nicht zurück. Dies sei rechtswidrig, weil die Fluggesellschaften zur Erstattung des Geldes verpflichtet seien. Positiv dagegen vermerkten die Tester, dass alle Billigflieger die Allgemeinen Geschäftsbedingungen so geändert haben, dass sich dort keine Überraschungen mehr verstecken. Die Bedingungen könnten bei der Internet-Buchung also problemlos akzeptiert werden.
Der Test
Stiftung Warentest nahm die fünf Billigflieger mit dem größten Angebot in Deutschland und fünf klassische Fluggesellschaften unter die Lupe. (apa/red)
