"Verlorene" Handys dort in guten Händen: Laibach & Toronto ehrlichste Städte der Welt
- Von 30 vergessenen Telefonen 29 zurückgegeben
- Hongkong & Kuala Lumpur ganz hinten in der Liste

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Die slowenische Hauptstadt Ljubljana und die kanadische Metropole Toronto sind die ehrlichsten Städte weltweit. Das ist das Ergebnis eines Feldversuchs, den das Magazin "Reader's Digest" weltweit in 32 Großstädten machte. Dabei ließen Testpersonen "zufällig" ein Handy liegen. In Ljubljana wurden von 30 "verlorenen" Handys 29 zurück gegeben, in Toronto waren es 28. Schlusslichter waren Hongkong und Kuala Lumpur mit nur jeweils 13 zurückgegebenen Handys. Österreichische Städte waren bei der Untersuchung nicht vertreten.
Ehrlichkeit hat dem Bericht des Magazins zufolge einen höheren Stellenwert als zunächst vermutet: Mehr als zwei Drittel aller weltweit "verlorenen" Mobiltelefone kamen wieder zurück. Für den Test wurden insgesamt 960 Handys der mittleren Preisklasse an Bushaltestellen, in Cafes oder auf Parkbänken absichtlich zurück gelassen. Dabei bestätigte sich, dass Wohlstand nicht unbedingt eine Garantie für Ehrlichkeit ist.
So nahm etwa im reichen Auckland in Neuseeland eine gut gekleidete Dame das Handy mit, das in einem Nobelkaufhaus deponiert worden war. Das krasse Gegenbeispiel: Eine arme Brasilianerin, die mit ihren drei kleinen Kindern in Sao Paulo das Handy in einem Park gefunden hatte, übergab das Gerät umgehend wieder an den Reporter von Reader's Digest. Zudem liegen wohlhabende Städte wie London, Sydney (geteilter 21. Platz/19 zurückgegebene Handys) oder Amsterdam (29./14 Handys) weit hinter Metropolen aus Entwicklungs- und Schwellenländer wie Manila oder Mumbai (beide auf Platz fünf/24 Handys).
Auffällig war: Frauen gaben das Mobiltelefon häufiger zurück als Männer. In den meisten Fällen begründeten die Finder ihre Ehrlichkeit damit, dass ihnen selbst schon einmal ein Wertgegenstand abhanden gekommen sei und sie dieses Erlebnis anderen Mitmenschen ersparen wollten. Aus Sicht von Paul Ekman, Psychologe an der Universität von Kalifornien, ist dies ein Beleg, dass kriminelles Vorgehen in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts nicht die Norm ist. (APA/red)

