Die Darmspiegelung wird ab jetzt sanfter: Moderner CO2-Insufflator macht's möglich
- LKH Freistadt (OÖ) testet neue Technik für den Darm
- Patienten sollen Angst vor der Untersuchung verlieren

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Ein so genannter CO2-Insufflator soll den Patienten des Landeskrankenhauses Freistadt in Oberösterreich die Darmspiegelung künftig erträglicher machen. Der Einsatz des neuen Geräts sei eine Österreich-Premiere, informierte das Spital am Montag in einer Presseaussendung.
"Um den Darm ausreichend beurteilen zu können, mussten wir bislang Raumluft hineinpumpen, die während und auch noch nach der Untersuchung für starke Schmerzen und Koliken sorgte", erklärt der Freistädter Internist Gottfried Wimmer. "Die neue Technik verwendet stattdessen CO2, was vom Körper rasch aufgenommen und über die Lungen abgeatmet werden kann."
Ab jetzt 150 Mal schneller
Von der neuen Methode profitieren sowohl Arzt als auch Patient: Einerseits lässt sich das Endoskop leichter handhaben, weil der Darm entspannter ist. Andererseits verkürzt der CO2-Insufflator den Eingriff, weil das Kohlendioxid nicht mehr abgesaugt werden muss, sondern resorbiert wird, was 150 Mal schneller geht. Daher ist die Dosis an benötigten Schmerzmitteln auch geringer.
Keine Angst vor Koloskopie
Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Freistadt, Josef Friedrich Hofer, sieht sein Spital mit der Neuanschaffung auf dem Weg zum Endoskopie-Zentrum. "Wir hoffen, dass wir der Bevölkerung mit dem Einsatz unseres neuen CO2-Insufflators die Angst vor der Koloskopie nehmen können, denn die Darmspiegelung ist nach wie vor die beste Methode zur Vorsorge, Früherkennung und Behandlung von Darmkrebs", betonte der Mediziner. (APA/red)
