Donnerstag, 26. Juli 2007

"Our Love To Admire": New Yorker Band Interpol kann auch mit 3. Album begeistern!

  • "Turn On The Bright Lights" trat wahre Lawine los

Mit ihrem Debut-Album "Turn On The Bright Lights" trat die New Yorker Band Interpol eine wahre Lawine los. Ihre depressive Retro-Rock-Songs, in denen sie gerne Joy Divison zitierten, stürmten nicht nur die Indie-Charts, sondern ebneten auch den Boden für zahlreiche Bands, die in ihre Fußstapfen treten wollten. Mit "Our Love To Admire" veröffentlicht nun das "Original" bereits sein drittes Album.

In den vergangenen fünf Jahren haben die vier stets distinguiert gekleideten Herren von Interpol den Sprung von New Yorker Lokalmatadoren zu einer weltweit gefeierten Band geschafft. Erreicht haben sie dies durch eine äußerst strenge Arbeitsmoral, die sie zu Hunderten von Konzerten zwischen Tampa und Tokio antrieb, durch einen Hang zu existentialistisch schlichter Theatralik und Dramatik und vor allem durch ihre zwei bisherigen Alben "Turn On The Bright Lights" von 2002 und "Antics" von 2004, für die Kritiker einhellig Lobesarien anstimmten.

Die positive Resonanz und der damit einhergehende kommerzielle Erfolg hat die Band nicht daran gehindert, von all dem unberührt ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Jeder ihrer Schritte schien logisch auf den nächsten aufzubauen. Warum hat man bei dem dritten Album, "Our Love To Admire", trotzdem das Gefühl, als stünde man am Anfang von etwas völlig Neuem? Vielleicht liegt es an den offenbar erholsamen und inspirierenden Ferien, die sich diese wie Nachtgestalten wirkenden Musiker als Vorbereitung für ihre neuen Songs gegönnt haben. Auch wenn das so unverkennbare wie von den Fans hoch geschätzte Flair des mühelos Mysteriösen eine feste Koordinate in der Klangarchitektur der Band geblieben ist, haben sich Interpol mit ihrem dritten Werk ganz neue Horizonte eröffnet.

Obwohl die Band bekannt dafür ist, dass sie ihre Alben weitestgehend selbst produziert, entstanden im Laufe der Zeit so viele Songs, dass sie beschloss, Rich Costey (Muse, Franz Ferdinand, The Mars Volta) als Co-Produzenten zu engagieren. Die Chemie funktionierte: Costey verstand sogleich, worauf sie hinauswollten, und half ihnen, ihren Sound auf den neuen Songs auszuweiten.

"Our Love To Admire" ist nun einerseits unverkennbar Interpol, andererseits eindeutig neuartig. Außerdem ist das Album auch eindeutig gelungen und einfach nur großartig. (red)

26.7.2007 09:52
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