Freitag, 27. Juli 2007

Pikanter Bericht über US-Astronauten: Flugerlaubnis wurde trotz Trinkgelage erteilt

  • Ärzte warnten vor Gefährdung der Flugsicherheit

Nur wenige Tage vor dem geplanten Start der komplett überholten US-Raumfähre "Endeavour" ist die NASA wieder in die Negativschlagzeilen geraten. US-Astronauten hätten sich bei mindestens zwei Gelegenheiten stark alkoholisiert auf den Flug ins All begeben, hieß es in einem veröffentlichten NASA-Bericht.

Dies habe Sorgen über die Sicherheit der Flüge ausgelöst. Die NASA kündigte an, die Regeln zum Alkoholkonsum von Astronauten zu verschärfen und leitete eine Untersuchung der Vorfälle ein.

Ein NASA-Sprecher sagte, die US-Raumfahrtbehörde nehme die Erkenntnisse "sehr ernst". Dem Bericht zufolge erlaubte die NASA den Betroffenen den Start, obwohl Ärzte und Kollegen sie als Gefahr bezeichnet hätten. Die Mediziner hätten die mangelnde Würdigung ihrer Ratschläge als so "demoralisierend" beschrieben, dass ihre Bereitschaft zur Meldung von Leistungsbeeinträchtigungen der Astronauten darunter gelitten habe. Der Bericht machte zudem Defizite in der psychologischen Untersuchung der Astronauten vor Flügen ins All aus.

Die Untersuchung über den psychischen und physischen Zustand der Astronauten war nach der Verhaftung der Astronautin Lisa Nowak in Auftrag gegeben worden. Nowak war wegen eines Eifersuchtsdramas entlassen worden. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft lauerte sie im Februar einer Rivalin um die Gunst eines Astronauten-Kollegen auf, um sie zu entführen. (apa)

27.7.2007 22:20