Dienstag, 24. Juli 2007

Schwedens Beamte verärgert über affigen
Vergleich: Primatenstudie Basis für Reform

  • Studie soll optimale Personalstärke begründen
  • Gewerkschaft prüft wissenschaftliche Argumente

Die Angestellten der schwedischen Finanzverwaltung sind wenig begeistert, dass sie mit Affen verglichen werden. Das Finanzamt begründete nämlich eine geplante Reform, wonach einzelne Ämter künftig eine Personalstärke von je 150 Angestellten haben sollen, unter anderem mit evolutionsbiologischen Studien an Affenhorden. Auf die Gehirngröße hochgerechnet, ergäbe sich aus den Primatenstudien eine optimale Gruppengröße beim Menschen von 147,8 Personen, hieß es in der Begründung des Reformplans.

Laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT gingen im amtsinternen Intranet nach Veröffentlichung des Vorhabens, das die Zusammenlegung und von Finanzämtern vorsieht und in der derzeitigen Fassung rund 1.000 Angestellte zu einem Umzug zwingen würde, die Wogen hoch. Finanzverwaltungsdirektor Mats Sjöstrand bezeichnete die Aufregung als "Sommerlochgeschichte". Er räumte allerdings ein, dass der interne Reformbericht auch ohne den Affenvergleich auskommen hätte können. Die Gewerkschaft will jetzt die wissenschaftliche Seriosität der Argumente prüfen lassen. (apa)

24.7.2007 15:00