Dürre schlägt sich auf Geldbörsen: Preise
für Nahrungsmittel schnellen in die Höhe!
- Wetterkapriolen machen sich am Konto bemerkbar
- Milch, Weizen & Obst schon deutlich teurer geworden
·Herrscht in ihrer
Haushaltskasse Ebbe?
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Preisanstieg beim Essen?
·Wetterkapriolen ver- teuern unser Essen!
Ernteausfall liegt heuer schon bei sieben Prozent
Die ständigen Wetterkapriolen machen sich nun auch in unseren Geldbörsen bemerkbar. Zusammen mit dem verstärkten Einsatz von Biotreibstoffen und der zunehmenden Attraktivität von Getreide als Spekulationsobjekt führen die hitze- und unwetterbedingten Ernteausfälle zum Anstieg der Nahrungsmittelpreise.
Insgesamt (ohne Körnermais) wird ein Ertragsminus von 7,1 Prozent erwartet. Inklusive Mais beträgt das Minus aber nur 2,9 Prozent. Die Preise für Premium- und Qualitätsweizen der Ernte 2007 liegen in Österreich um bis zu 38 Prozent über jenen der Ernte 2006.
Milch um 10 Cent verteuert
Betroffen sind von der Preisexplosion nicht nur etwa "Getreideprodukte" wie Backwaren, sondern auch alle tierischen Nahrungsmittel, da sich höhere Getreidepreise auch auf die Futtermittelkosten durchschlagen. So verteuerte sich Milch in den vergangenen Wochen um 10 Cent je Liter. Auch bei Fleisch stehen Preissteigerungen im Raum. Und selbst für Veganer, die auf Milch und Fleisch verzichten, gibt es kein Aufatmen. Auch die Obst- und Gemüsepreise haben kräftig angezogen. Apfelsäfte sind bereits im Frühjahr nach einer Frostperiode teurer geworden.
Erhebliche Trockenschäden
Wobei die Bauern nicht nur die Hitze, sondern auch andere Wetterkapriolen zu schaffen machten. Das erste Extremereignis im Jahr 2007 war das Orkantief Kyrill mit Windspitzen von bis zu 200 km/h. Neben dem wärmsten Frühjahr seit Beginn der Aufzeichnungen führte der niederschlagsfreie April, insbesondere im Osten Österreichs, zu erheblichen Trockenschäden. Gewitter im Juni und Juli mit bis zu hühnereigroßen Hagelkörnern verursachten Schäden an allen landwirtschaftlichen Kulturen. Außergewöhnlich an den heurigen Hagelunwettern war, dass sie besonders großflächige Schäden verursachten, so die Hagelversicherung auf APA-Anfrage.
2006 gutes Jahr für Bauern
Insgesamt hat in Österreich die Gesamtanbaufläche heuer (2007/08) von Getreide (inkl. Körnermais) um 5,2 Prozent zugelegt. Gleichzeitig erhöhte sich die Produktion um 2,2 Prozent. Die Bauern blicken auf ein gutes Jahr 2006 zurück. Die Einkünfte aus Land und Forstwirtschaft je Betrieb lagen im Durchschnitt im Vorjahr bei 22.263 Euro, was einem Plus von 15,2 Prozent entspricht. Für die Bauern und Bäuerinnen hieß das umgerechnet 17.006 Euro an jährlichem Einkommen (plus 16,4 Prozent). Ausschlaggebend für den Einkommenszuwachs gegenüber 2005 waren bessere Preise und Absatzmärkte für die Bauern sowie höhere Milchprämien und Zuwächse bei der Betriebsprämie.
(apa/red)

