Gute Aussichten für Österreichs Wirtschaft:
Wachstumsprognose von 2,6 % bis 2011
- Fast 190.000 zusätzliche Jobs sollen entstehen
- Wachstumsdynamik verlangsamt sich bis 2011
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Positive Entwicklung setzt
sich laut Regierung fort
Wie in den vergangenen fünf Jahren wird Österreichs Wirtschaft auch im Zeitraum 2007 bis 2011 stärker als der Euro-Raum wachsen. Das heimische Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll im Schnitt real um 2,6 Prozent jährlich zulegen gegenüber 2 1/4 Prozent Zuwachs in den Euro-Ländern, geht aus der neuen Mittelfristprognose des Instituts für Höhere Studien (IHS) hervor.
Durch die Hochkonjunktur seit dem vorigen Jahr soll auch die Verbesserung am Arbeitsmarkt anhalten: Bis 2011 dürften knapp 190.000 zusätzliche Jobs entstehen und die Arbeitslosenrate nach nationaler Definition von im Vorjahr 6,8 auf 6 Prozent zurückgehen, nimmt das IHS an.
Positive Wachstumsimpulse kommen weiter von der Exportwirtschaft, gestützt wird die Konjunktur - bei einer generell anziehenden Investitionstätigkeit - auch von den Konsumausgaben der privaten Haushalte. Freilich wird sich das Wachstum des heimischen BIP in den kommenden Jahren verlangsamen. Nach 3,3 Prozent im Vorjahr wird das BIP heuer um 3,1 Prozent ansteigen, im nächsten Jahr 2,8 Prozent und schließlich 2011 um nur noch 2,2 Prozent, so das IHS.
Negative Risiken für die optimistische Mittelfrist-Prognose könnten allenfalls von der Möglichkeit stark steigender Ölpreise ausgehen sowie einer dauerhaften Wachstumsschwäche der US-Wirtschaft, zusammen mit einer kräftigen Euro-Aufwertung gegenüber dem Dollar. Andererseits sei auch möglich, dass das sehr hohe Wachstumstempo in Europa auch noch bis zum Ende des Prognosezeitraums aufrecht bleibe.
Die Wirtschaft Europas befinde sich seit dem Vorjahr in einer Boomphase. Insbesondere Deutschland könnte einen wichtigen Teil seiner strukturellen Probleme überwunden haben, meint das IHS laut den Unterlagen zu dem Pressegespräch des Instituts. Eine kräftige Wirtschaftsdynamik würden weiterhin die neuen EU-Mitgliedsstaaten aufweisen.
In den nächsten Jahren sollte sich die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft etwas verlangsamen, doch bleibe die Weltwirtschaft auf einem stabilen Wachstumspfad. Über den gesamten Prognosezeitraum 2007-2011 hinweg würden die OECD-Länder im Schnitt um 2 3/4 Prozent im Jahr wachsen, die EU-27 um 2 1/2 Prozent und die Euro-Zone um 2 1/4 Prozent. Den Welthandel sieht das IHS bis 2011 um jährlich 7 Prozent wachsen, ungefähr ebenso kräftig wie 2002-2006.
(apa/red)

