Freitag, 27. Juli 2007

FORMAT über die "Rückkehr der Oldies": Mehr Wertschätzung für ältere Beschäftigte

  • Manpower-Chef: Will nicht nur Fokus auf Jüngere
  • OECD-Skala: Nur 32% der 55+ Altersgruppe arbeitet

Die Wertschätzung für ältere Beschäftigte nimmt zu, weil Arbeitskräfte fehlen, aber auch weil ihr Potenzial richtig erkannt wird. Während in Schweden im Alter von 55 bis 65 Jahren noch 70 Prozent der Menschen erwerbstätig sind, rangiert die Alpenrepublik mit 32 Prozent am untersten Ende der OECD-Skala.

Es ist sicherlich ein Extrembeispiel: Im deutschen Mainz hat sich ein 52-jähriger Mann, der gekündigt wurde, von seinem 35-jährigen Chef mit einer Ohrfeige verabschiedet. Auch hierzulande hat wohl so mancher Wut im Bauch, wenn er ins Abseits geschoben wird, obwohl Österreich immer noch als Land gilt, in dem gerne früh in Rente gegangen wird.

Wifo-Arbeitsmarkt-Experte
Jetzt sind erste Änderungen spürbar. "Die Situation hat sich ein wenig gebessert", konstatiert Wifo-Arbeitsmarkt-Experte Helmut Mahringer, "die Firmen reagieren bereits auf den Mangel an Arbeitskräften, und auch bei den älteren Arbeitnehmern findet ein Umdenken statt." Bis sich das allerdings statistisch signifikant auswirkt, so Mahringer, dauere es noch. Eine Tendenz zur Änderung registriert auch Christine Marek, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit: "Immerhin hat sich die Beschäftigungsquote älterer Arbeitskräfte in den letzten zwei Jahren um sieben Prozent erhöht".

Manpower-Chef
Die Vorteile älterer Mitarbeiter ins rechte Licht zu rücken gehört zur täglichen Arbeit von Erich Pichorner (Bild links), Geschäftsführer des Personalvermittlers Manpower. "Wir versuchen, unsere Kunden von den Vorzügen älterer Arbeitnehmer zu überzeugen und den Fokus nicht nur auf 25-bis 35-Jährige zu legen", so Pichorner.

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27.7.2007 13:15