"Vier Prozent wären optimal": Buchinger spricht sich für kräftige Lohneröhung aus
- Gewinne der Unternehmer steigen, Löhne bisher nicht
- Minister gibt aber keine Empfehlung an Sozialpartner
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Für eine kräftige Lohnerhöhung im Ausmaß von vier Prozent für alle Arbeitnehmer bei der bevorstehenden Herbstlohnrunde spricht sich Sozialminister Buchinger aus. "Vier Prozent wären optimal", erklärte der Minister in einer österreichischen Tageszeitung. Zuvor hatte er in einem Interview "einen Abschluss mit 'drei Komma hoch'", als "sehr wünschenswert" bezeichnet.
An sich habe er zwar "keine Empfehlungen an die Sozialpartner abzugeben", meinte der SP-Minister in "Österreich", "ich bin aber auch kein 'Hofrat Rücksichtl'". "Ein starkes Argument, sich bei den Lohnverhandlungen nicht mehr zurückzuhalten" ist für Buchinger das Faktum, dass die heimischen Arbeitnehmer stärker gegenüber Gewinneinkommen verloren hätten als im restlichen Europa - wodurch der private Konsum nachhinke.
"Wir wollen eine deutliche prozentuelle Lohnerhöhung, die der hervorragenden Wirtschaftslage entspricht", hatte Metaller-Chef Foglar gefordert. Der Abschluss müsse auf jeden Fall über dem Vorjahr liegen, so Foglar: "Wir orientieren uns bei den Verhandlungen an den Wirtschaftsdaten." Für heuer wurde ein Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent und eine Inflationsrate von 1,7 bis 1,8 Prozent prognostiziert. Der Produktivitätszuwachs liege bei 5,5 Prozent.
Im Vorjahr hatten sich die Sozialpartner auf eine Lohn- und Gehaltserhöhung der Metaller um 2,6 bis 2,9 Prozent geeinigt. Der Startschuss für die heurige Herbstlohnrunde fällt am 28. September, wenn die Metallergewerkschaft und die Gewerkschaft der Privatangestellten den Arbeitnehmern ihr Forderungspaket übergeben. Der Metallerabschluss für rund 160.000 Arbeiter und Angestellte hat Signalwirkung auf alle darauf folgenden KV-Runden.
(apa/red)

