Dienstag, 24. Juli 2007

Handel jubelt über hervorragende Zahlen:
Bestes Ergebnis seit 2000 im Einzelhandel

  • Einzelhandel: Auch Kundenfrequenz ist gewachsen
  • Umsatz bereits im 1. Halbjahr real um 1,7% gestiegen

Österreichs Einzelhandel freut sich über das beste Ergebnis seit dem Jahr 2000. Mit einem nominellen Umsatzplus von 3,5 Prozent und einem realen Zuwachs von 1,7 Prozent hat der heimische Handel im ersten Halbjahr 2007 den Konjunkturaufschwung fortgesetzt. Auch die Kundenfrequenz und die Beschäftigung sind gestiegen. Zugleich aber hält der Strukturwandel an: Die Zahl der filialisierten Geschäfte steigt weiter, die Konzentration nimmt zu. Vier von zehn Handelsbetrieben schreiben Verluste.

"Wir haben das erste Halbjahr mit Erfolg, aber nicht mit Auszeichnung abgeschlossen", sagte Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), bei einer Pressekonferenz mit Peter Voithofer, dem stellvertretenden Direktor der KMU Forschung Austria. "Damit ist die nominelle Umsatzentwicklung im Einzelhandel seit dem ersten Halbjahr 2005 positiv und hat sich seitdem kontinuierlich verbessert", zeigte sich Lemler erfreut.

Umsatzsteigerungen
In der ersten Jahreshälfte 2007 haben Standorte aller Größenklassen deutliche nominelle Umsatzsteigerungen erzielt, wobei das Wachstum bei Geschäften mit einem Jahresumsatz von 2 Mio. Euro und mehr am höchsten ausfiel. Die Kundenfrequenz ist zwischen Jänner und Juni 2007 um 2,5 Prozent gestiegen.

Die Ergebnisse für den heimischen Einzelhandel im ersten Halbjahr 2007 basieren auf der aktuellen Konjunkturbeobachtung der KMU Forschung Austria mit Daten von mehr als 4.500 Geschäften. In absoluten Zahlen betrug der Einzelhandelsumsatz in der ersten Jahreshälfte 2007 rund 21,6 Mrd. Euro.

Positive Auswirkungen auf Beschäftigung
Das Plus in den Umsätzen habe zu einem Plus in der Beschäftigung im nahezu gleichen Ausmaß geführt: In der ersten Jahreshälfte 2007 waren im Einzelhandel rund 250.200 unselbstständig Beschäftigte (ohne geringfügig Beschäftigte) tätig, das sind um 3,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2006. Das ist den Angaben zufolge das höchste Wachstum seit dem ersten Halbjahr 2005. (apa)

24.7.2007 13:39