Der Gipfel des Tour-Skandals: Rabobank- Team entlässt Gesamtführenden Rasmussen
- Interne Regeln verletzt: Däne nicht mehr am Start
- Sponsor: "Wir sind schockiert und völlig enttäuscht"
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Das niederländische Rabobank-Team hat den Träger des Gelben Trikots, Michael Rasmussen, mit sofortiger Wirkung von der Tour de France zurückgezogen. Zudem wurde der 33-Jährige aus dem Team suspendiert. Er wird beschuldigt, mehrere Dopingkontrollen verpasst zu haben. Außerdem soll der Däne gegen interne Regeln verstoßen haben, weil er falsche Auskünfte über seinen Aufenthaltsort abgab.
Rabobank-Teamchef Theo de Rooy sagte, Rasmussen habe mehrmals falsche Auskünfte darüber gegeben, wo er trainiert habe. Entgegen Rasmussens Erklärung, dass er in Mexiko trainiert habe, sei er in Wahrheit in den Dolomiten unterwegs gewesen, erklärte er.
Ob die verbleibenden Rabobank-Profis bei der Tour weiterfahren, solle sich erst kurz vor dem Start zur 17. Etappe entscheiden, so ein Team-Sprecher. Im Hotel der Mannschaft spielten sich turbulente Szenen ab: Die Polizei durchsuchte das Gebäude mit zahlreichen Beamten, mehrere hundert Journalisten drängelten sich vor und in dem Haus.
Unterdessen erklärte als Sponsor des Rad-Teams die niederländische Rabobank in Den Haag: "Wir sind schockiert und völlig enttäuscht, dass Rasmussen über seinen Aufenthaltsort gelogen hat." Es habe sich jetzt herausgestellt, dass Rasmussen den Radsport- Weltverband belogen habe. "Falsche Angaben über den Aufenthaltsort sind eine ernsthafte Missachtung der UCI-Regeln und inakzeptabel", betonte die Rabobank.
Rasmussen führte nach seinem zweiten Etappensieg die Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 3:10 Minuten vor dem Spanier Alberto Contador an. Dieser ist damit der neue Führende der Tour de France.
(apa/red)
