Zur Befreiung der Geiseln: Afghanische Behörden schließen Gewalt nicht mehr aus
- Verhandlungen mit Geiselnehmern bisher erfolglos
Die afghanischen Behörden schließen zur Befreiung der 22 Geiseln aus Südkorea auch den Einsatz von Gewalt nicht aus. Zwar versuchten Vermittler nach wie vor, mit den radikal- islamischen Taliban in eine neue Verhandlungsrunde über das Schicksal der Verschleppten einzutreten, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums. Falls dies nicht gelinge, greife man zu "anderen Mitteln".
Auf die Frage, ob damit auch ein gewaltsames Vorgehen gemeint sei, antwortete Mangal: "Natürlich." Die Taliban hatten erneut ein Ultimatum verstreichen lassen, ohne ihre Morddrohung gegen die Geiseln wahrzumachen. Danach erklärten sie, die Gespräche gingen weiter. Schon in der Vergangenheit hatten die Extremisten Fristen verstreichen lassen. Eine der Geiseln wurde aber bereits erschossen.
In Afghanistan befindet sich derzeit auch ein Deutscher in den Händen von Entführern. Ein zweiter Deutscher war in der vergangenen Woche in der Gewalt der Kidnapper gestorben, sein Leichnam ist inzwischen in Deutschland.
(apa/red)
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