Freitag, 27. Juli 2007

Luftangriff im Süden Afghanistans: 50 Taliban und dutzende Zivilisten getötet

  • Kämpfe zwischen Aufständischen und Streitkräften
  • Ortschaft Kumbarak: Leichen bereits bestattet

Bei Luftangriffen afghanischer und NATO- Soldaten sind in einem Dorf im Süden Afghanistans neben 50 mutmaßlichen Taliban auch Dutzende Zivilpersonen getötet worden, wie örtliche Behörden berichteten. Unter den Opfern seien Frauen und Kinder. Die internationale Schutztruppe ISAF erklärte, sie gehe den Berichten nach.

Den Angaben zufolge kam es in der Ortschaft Kumbarak in der Provinz Helmand zu Kämpfen zwischen Aufständischen und den Streitkräften, die daraufhin Luftangriffe flogen. NATO- Truppen hätten die Bewohner aufgefordert, ihre Häuser wegen der Kämpfe zu verlassen, sagte der Behördenchef des Bezirks Gereshk, Abdul Manaf Khan.

Bei den Luftangriffen seien 50 Taliban und 28 Zivilpersonen ums Leben gekommen, berichtete Khan unter Berufung auf Angaben von Einwohnern. Die Leichen seien bereits bestattet worden, die Kämpfe dauerten noch an. Ein Mitglied des Bezirksrats von Gereshk, Malim Mirwali, und ein weiterer Einwohner sprachen von mehr als 40 getöteten Zivilisten.

(apa/red)

27.7.2007 12:48