Italiens Polizeichef warnt vor Terroran- schlägen: Vor allem Salafisten-Gruppe aktiv
- Festnahme von zwei Imamen in Perugia als Beweis
- Auch politischer Terror sei nicht ausgeschlossen
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Der fundamentalistische Terrorismus stellt nach wie vor eine große Gefahr für Italien dar. Nach Angaben des italienischen Polizeichefs Antonio Manganelli seien vor allem Anhänger der extremistischen Salafisten-Gruppe in Italien aktiv. Ein Beweis sei die Festnahme von zwei Imamen im Sog der Ermittlungen um eine "Schule des Terrorismus" in einer Moschee nahe der mittelitalienischen Stadt Perugia.
Manganelli bestätigte Kontakte zwischen einem der Festgenommenen und einem in Syrien inhaftierten Terroristen, dem Verwicklung in die Anschläge von Madrid 2004 vorgeworfen werden. Mit den chemischen Substanzen, die in der Wohnung des aus Marokko stammenden Imams Mostapha El Korchi gefunden wurden, hätte man Bomben basteln können - wie jene, die für die Anschläge in London 2005 verwendet wurden.
Der Polizeichef warnte, dass auch das Kapitel des politischen Terrors in Italien nicht abgeschlossen sei, wie die Festnahme von zwei Linksextremisten im Raum von Padua vor wenigen Wochen bezeuge. Die Ermordung der Arbeitsrechtsexperten Massimo D'Antona (1999) und Marco Biagi (2002) seien keine Einzelfälle gewesen.
Manganelli warnte wegen der zunehmenden Einsparungen, denen die Sicherheitskräfte in den letzten Jahren unterzogen worden seien. Man könne von der Polizei keine Opfer mehr verlangen. Die Einschnitte würden stark an der Effizienz des Sicherheitssystems nagen. Über 50 Prozent der Polizeiautos seien über sieben Jahre alt. In vielen Fällen sei die Polizei nicht in der Lage, die Mieten für ihre Strukturen zu zahlen. "Wir haben den Rotstift angesetzt und einige Polizeischulen geschlossen, was zu Einsparungen von 15 Millionen Euro geführt hat. Man darf uns aber nicht erdrosseln", sagte Manganelli.
(apa/red)
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