Rote Moschee in Islamabad wiedereröffnet: Gebäude soll wiederhergestellt werden
- Neuer Imam soll radikalen Predigern entgegenwirken
- Durchlöcherte Mauern wurden bereits ausgebessert
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Nach der gewaltsamen Räumung der von militanten Islamisten besetzten Roten Moschee in Islamabad ist das Gebetshaus jetzt wiedereröffnet worden. Die Regierung halte sich an ihre Zusage, die beschädigten Gebäude wiederherzustellen, betonte der pakistanische Religionsminister Mohammad Ejaz-ul-Haq, nachdem er am ersten Gebet in der Moschee seit deren Erstürmung teilgenommen hatte. "Ich möchte den Religionsgelehrten und Geistlichen sagen, dass diese Regierung Moscheen und Islamschulen respektiert", sagte der Minister.
Die Armee hatte das als Hochburg von Taliban-Sympathisanten bekannte Gebetshaus am 10. Juli nach einwöchiger Belagerung gestürmt. Dabei wurden nach offiziellen Angaben 102 Menschen getötet. Zuvor hatten die Militanten von der Moschee aus eine Kampagne mit Angriffen auf Prostituierte, Polizisten und Musikgeschäfte betrieben, um ihre Moral-Vorstellungen in der pakistanischen Hauptstadt durchzusetzen.
Die seit den Kämpfen von Einschusslöchern übersäten Mauern der Moschee wurden ausgebessert. Das wegen seiner Backstein-Fassaden als "Lal Masjid" (Rote Moschee) bekannte Gotteshaus soll nach der Renovierung weiß und cremefarben erstrahlen. Eine ebenfalls zu dem Komplex gehörende Religionsschule für Frauen wurde dagegen abgerissen - nach Regierungsangaben, weil ihre Bausubstanz instabil war. Für die Moschee ernannte die Regierung zudem einen neuen Imam, der offenbar dem Einfluss radikaler Prediger entgegenwirken soll. "Wir hoffen, dass sich solche tragischen Vorfälle in unserem Land nicht noch einmal ereignen", sagte Haq.
(apa/red)
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