Schweres Erdbeben vor Küste Indonesiens:
Menschen flohen in Angst vor Tsunami
- Behörden heben Warnung aber nach kurzer Zeit auf
- Angeblich Stärke von knapp 7 auf der Richterskala
Der Osten Indonesiens ist von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Die Behörden gaben nach dem Erdstoß eine Tsunami-Warnung heraus, die jedoch nach kurzer Zeit wieder aufgehoben wurde. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte hatte das Beben in der Molukken-See die Stärke 6,9 und ereignete sich gut 30 Kilometer unter dem Meeresboden. Sein Zentrum lag mehr als 200 Kilometer nördlich der Insel Ternate. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht.
Behörden und Augenzeugen berichteten, die Menschen seien in Panik aus ihren Häusern geflüchtet. Das Beben habe fast eine Minute gedauert, erklärte George Rajaloa in der Stadt Ternate auf der Inselkette der Molukken. Indonesien liegt in einer seismologisch äußerst aktiven Region, dem so genannten Ring aus Feuer.
Weihnachten 2004 hatte ein starkes Beben vor Sumatra einen massiven Tsunami ausgelöst, dem in der Region mehr als 230.000 Menschen zum Opfer fielen. Am schwersten betroffen war damals die Provinz Aceh.
Kriegsschiffe brachten unterdessen Hilfsgüter auf die von heftigen Regenfällen und Erdrutschen betroffene Insel Sulawesi. Es wird befürchtet, dass seit Beginn der Unwetter am Wochenende mehr als 80 Menschen ums Leben kamen. Mehr als 45.000 Menschen mussten nach Angaben des Gesundheitsministeriums ihre Häuser verlassen. Die Versorgung der Betroffenen mit Nahrung, Decken und Arznei verläuft schwierig, da mehrere Straßen und Brücken zerstört sind.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
