Donnerstag, 26. Juli 2007

Arbeitsstaatssekretärin Marek präsentiert
Kampagne "Gleichstellung beginnt im Kopf"

  • Anlass: Europäisches Jahr der Chancengleichheit
  • Promis für mehr Gleichstellung: Konsel und Marold

Arbeitsstaatssekretärin Christine Marek (V) hat in einer Pressekonferenz eine Kampagne anlässlich des Europäischen Jahres der Chancengleichheit präsentiert. Unter dem Motto "Gleichstellung beginnt im Kopf" sollen Menschen durch TV- und Hörfunkspots, Broschüren und eine Internetseite auf ihre Rechte im Falle einer Diskriminierung hingewiesen werden.

Anlass für die Kampagne war eine Eurobarometerumfrage, wonach nur 17 Prozent der Österreicher über ihre Rechte im Fall einer Diskriminierung Bescheid wissen. "Gesetze, Richtlinien sowie Rechte im Diskriminierungsfall sind nur wenig bekannt", so Marek. Diese hätten jedoch nur dann ihre volle Wirkung, wenn sie von den Menschen auch angewandt werden.

Außerdem soll durch die Kampagne eine Sensibilisierung und ein Bewusstsein für die Gleichstellung aller Menschen innerhalb der Bevölkerung geschaffen werden. Es dürfe keine Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts, einer Behinderung, der ethnischen Zugehörigkeit, des Alters, der sexuellen Orientierung oder der Religionsangehörigkeit geben.

Im präsentierten TV-Spot werden Menschen gezeigt - darunter auch Ex-Teamtorhüter Michael Konsel und Kabarettistin Eva Maria Marold - die sich mental in die Lage einer diskriminierten Gruppe versetzen. So deklariert sich etwa Konsel als "Frau", eine Gruppe von Kindern sagt: "Ich bin alt." Marek hofft, durch die damit verbundene Irritation und Überraschung eine Diskussion über das Thema anfachen zu können.

In den Hörfunkspots kommen Menschen von der "Black Woman Community", der "Homosexuellen Initiative Wien", der Dachorganisation der Behindertenverbände Österreichs und dem Verein "Zum Alten Eisen" zu Wort. Die Spots werden im ORF und im Privatfernsehen ab Ende Juli ausgestrahlt.

Am 5. November soll es im Rahmen der Kampagne eine Veranstaltung geben, die den Organisationen eine Plattform bietet, ihre Anliegen zu präsentieren. Marek versicherte, dass es auch nach diesem Jahr eine Fortführung der Kampagne geben wird. (apa)

26.7.2007 13:12