Freitag, 20. Juli 2007

Aus für "Spielberg Neu": Magna kehrt dem steirischem Motorsportprojekt den Rücken

  • Ausstieg von VW gab vermutlich den Ausschlag
  • Red Bull und KTM aus Investoren-Quartett übrig

Der Automobilzulieferer Magna kehrt dem Projekt "Spielberg Neu" in der Obersteiermark den Rücken. Das Unternehmen bestätigte einen Zeitungsbericht. Der Ausstieg von VW dürfte Ausschlag gegeben haben. Damit dürfte dem Vorhaben noch während des Bewilligungsverfahrens der nächste große Investor abhanden gekommen sein.

Begründet wurde der Ausstieg seitens Magna damit, dass man immer gesagt habe, man sei an einem wirtschaftlich vernünftigen Geschäftsmodell interessiert. Dies sei mit dem Wegfall von VW nicht mehr gegeben. Denn mit VW sei der Hauptnutzer weggefallen, der für eine entsprechende Auslastung der Motorsportstrecke am Gelände des obersteirischen A1-Ring in Spielberg gesorgt hätte.

Laut der Zeitung hatte Magna-Europa-Chef Wolf gemeint: "Die wichtigste Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg eines derartigen Projektes ist die Gewährleistung einer nachhaltigen Auslastung. Nachdem diese Gewährleistung mit dem Ausscheiden des VW- Konzerns nicht mehr gegeben ist, sehen wir keine ausreichende Geschäftsgrundlage mehr, um in ein solches Projekt zu investieren".

Neben Red Bull ist aus dem ursprünglichen Investoren-Quartett nur noch der oberösterreichische Motorradhersteller KTM übrig. Doch dessen Chef Pierer hatte bereits in der ersten Juliwoche gesagt, dass seine Geduld erschöpft sei. Den überwiegenden Teil der Kosten hat bisher das Land Steiermark mit rund vier Mio. Euro getragen.

Seitens der Projektentwicklungsgesellschaft "Spielberg Neu" wurde erklärt, ein Bescheid im Bewilligungsverfahren, das derzeit laufe, sei die notwendige Basis für die Suche nach Ersatzinvestoren. Der "führende Investor" Red Bull bekräftigte, 150 Mio. Euro investieren zu wollen.

(apa/red)

20.7.2007 11:15

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