Mittwoch, 11. Juli 2007

Versuchte Terroranschläge in London: Vier Männer zu vierzig Jahren Haft verurteilt!

  • Sollen zweite Attentatsserie 2005 geplant haben
  • Hartes Urteil: Männer wollten angeblich protestieren

Ein Londoner Gericht hat vier Männer zu mindestens 40 Jahren Gefängnis verurteilt, die versuchter Anschläge auf den Londoner Nahverkehr im Juli 2005 angeklagt waren. Erst nach Verbüßung dieser Zeit komme eine Begnadigung in Frage, sagte Richter Adrian Fulford bei der Strafmaßverkündung.

Die vier Al-Kaida-Anhänger waren von einer Jury für schuldig befunden, zwei Wochen nach den Anschlägen mit 52 Toten am 21. Juli 2005 eine weitere Attentatsserie im Londoner Nahverkehrssystem geplant zu haben. Gegen zwei der sechs Angeklagten wird es einen neuen Prozess geben, weil sich die Geschworenen in ihrem Fall nicht auf ein Urteil einigen konnten. Die Staatsanwaltschaft erklärte am Mittwoch, sie werde ein neues Verfahren gegen die beiden Männer beantragen.

Die Männer afrikanischer Herkunft sollen Anschläge auf drei U-Bahn -Züge und einen Bus geplant haben. Allerdings explodierten die Sprengsätze nicht, niemand wurde verletzt. Alle sechs Angeklagten wiesen in dem sechs Monate dauernden Prozess die Anschuldigungen zurück. Sie erklärten, sie hätten niemanden töten, sondern nur gegen den Irak-Krieg protestieren wollen. Es habe sich um einen Scherz gehandelt.

(apa/red)

11.7.2007 13:47
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