Freitag, 29. Juni 2007

A2 Ausbau im Pack-Abschnitt freigegeben: Nach sieben Jahren Bauzeit jetzt vierspurig

  • Bauarbeiten gestalteten sich besonders schwierig
  • Kärntner Abschnitt soll im Herbst fertiggestellt werden

Nach sieben Jahren Bauzeit ist in der Weststeiermark der Vollausbau auf der steirischen Seite der Südautobahn (A2) im Packabschnitt offiziell freigegeben worden. Ein "historischer Tag" für Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (V) und ein "unglaublicher Genuss" für Landeshauptmann Franz Voves (S), wie es bei der Eröffnung hieß. Verkehrsminister Werner Faymann (S) sprach von einer "wesentlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit". Die Asfinag hat in den Bau rund 325 Mio. Euro gesteckt.

Nun können die Autofahrer erstmals vier Spuren - zwei in jede Fahrtrichtung - über den steirischen Packabschnitt der A2 befahren. Auch bei den Tunneln Assingberg, Herzogberg, Kalcherkogel und Mitterberg stehen erstmals zwei Röhren zur Verfügung. Wie Verkehrsminister Faymann meinte, wolle man nach dem großen Wurf im Autobahnbau nun auch rasch beim Schienenverkehr aufholen und den Bau des Koralmtunnels vorantreiben.

Schwierige Bauarbeiten
Asfinag-Vorstand Franz Lückler berichtete über die schwierigen Bauarbeiten auf der Pack mit einer besonders hartnäckigen Geologie und rund 700 zu überwindenden Höhenmetern. Insgesamt seien auf den rund 31 Kilometern zwischen Mooskirchen und dem Packsattel 46 Brückenanlagen gebaut worden. Die Investitionen für den Neubau der Tunnel und der zusätzlichen Fahrstreifen haben rund 262 Mio. Euro betragen. In vorgezogene Sanierungsarbeiten wurden etwa 63 Mio. Euro gesteckt, so Lückler.

Kärntner Abschnitt ab Herbst fertig
Der Kärntner Abschnitt der Pack soll im Herbst fertig gestellt werden, so der Asfinag-Vorstand. Anschließend wird den Autofahrern eine Erholungsphase von zwei Jahren gegönnt, ehe dann die Generalsanierung bis Ende 2011 - also ein Jahr früher als geplant - finalisiert wird, so Lückler. Im Vollausbau sollen rund 23.000 Fahrzeuge in 24 Stunden die Strecke passieren können. Rund 20 Prozent entfalle auf den Schwerverkehr. (APA/red)

29.6.2007 07:12