Hälfte der Menschen lebt schon in Städten:
3,3 Mrd. auf einer Fläche kleiner als Japan
- Bereits Im Jahr 2030 werden es 4,9 Milliarden sein
- Mehrheit der neuen Stadtbewohner lebt in Armut

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Bereits über 50 Prozent der Menschen leben in Städten. Laut dem Weltbevölkerungsbericht des United Nations Population Fund (UNFPA) teilen sich mittlerweile 3,3 Milliarden "Städter" eine Fläche von nur 377.000 Quadratkilometer, was nicht einmal der Größe Japans entspricht. Experten gehen davon aus, dass es 2030 rund 4,9 Milliarden Stadtmenschen geben wird.
Derzeit leben in 20 sogenannten Mega-Cities, also Städten mit mehr als 10 Millionen Einwohnern, vier Prozent der Weltbevölkerung - fünf Mal so viel wie noch im Jahr 1950. Berechnungen zufolge wird die Stadtbewohnerzahl zwischen 2000 und 2030 um 72 Prozent wachsen und die bebaute Fläche von Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern um 175 Prozent zunehmen. Schon jetzt steigt die Bevölkerungszahl in den Metropolen Asiens und Afrikas um je eine Million Menschen pro Woche.
Armut nimmt zu
Was in dem UNFPA-Bericht ebenfalls deutlich gemacht wird: Die Mehrheit der neuen Stadtbewohner wird in Armut leben. Kritisiert werden weltweit jene Regierungen die "ihre Energie darauf verschwenden, Migration zu verhindern und arme Landflüchtlinge in ihre Herkunftsgegenden zurückzuschicken. Diese Politik ist falsch und fördert nur die weitere Entstehung von Slums und die damit verbundenen sozialen, gesundheitlichen und Umweltprobleme", heißt es in dem Papier. (apa/red)
