Streit um Zelltherapie gegen Krebs: Carl Djerassi zeigt sich in NEWS-Talk verwundert
- "Ohne diese Therapie wäre meine Frau schon tot"
- "Vater der Antibabypille" versteht Diskussion nicht

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Zielgenaue Bestrahlung erleichtert Krebstherapie
Im Ärzte-Streit um die dendritische Zelltherapie meldet sich im aktuellen NEWS (Ausgabe 26/07) einer der weltweit berühmtesten Wissenschaftler zu Wort. Carl Djerassi, aus Wien stammender US-Chemiker und "Vater der Antibabypille", verteidigt die umstrittene Krebstherapie: "Ich halte die dendritische Zelltherapie für eine der interessantesten und seriösesten unter den neuen Krebstherapien. Ohne sie wäre meine Frau schon tot."
Djerassi, 83, spricht aus persönlicher Erfahrung: Er war vor eineinhalb Jahren von Kalifornien nach London übersiedelt, um seiner an Krebs erkrankten Frau Diane Middlebrook, 69, eine individuelle Heilbehandlung beim deutschen Zelltherapie-Spezialisten Thomas Neßelhut zu ermöglichen. Djerassi im NEWS-Gespräch: "Sämtliche Chemotherapien haben ihr nicht helfen können, sie wurde von den Ärzten in den USA bereits aufgegeben. Die Zelltherapie hat ihren Tumor zumindest so weit stabilisiert, dass sie überhaupt operiert werden konnte. Die Kombination aus Operation und Zelltherapie hat ihr das Leben gerettet."
Über die heftige Debatte in Österreich schüttelt der 1923 in Wien geboren Sohn eines österreichisch-bulgarischen Ärzte-Ehepaars den Kopf: "Es wundert mich schon, in welch negativem und abwertendem Ton hier über die dendritische Zelltherapie geschrieben und diskutiert wird."
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