Mittwoch, 27. Juni 2007

Monika Langthaler: Kleines großes Glück

Die Politikerin a. D. als späte Mutter. Ein Besuch bei der Grünen im Grünen – am neuen Familienwohnsitz im Weinviertel.

Gegen die Belastungen aus Politik, Wirtschaft und Medien ist die aktuelle Herausforderung im Wortsinn ein Kinderspiel: Monika Langthaler – Ex-Grünen-Politikerin, Chefin der Firma „Brainbows“ und ORF-Stiftungsrätin – ist seit 2. Juni nun auch noch erstaunlich gelassene Mutter des Knaben Leo: „Er ist ein geplantes Wunschbaby, kommt ganz nach uns und ist so entspannt wie wir.“ Wir: die Eheleute Monika Langthaler und Michael Rosenberg, der aus einer Vorbeziehung schon Vater einer 19-jährigen Tochter ist. Rosenberg: „Ein Kind ist das schönste Geschenk einer Liebe.“ In Eckdaten: 3 kg, 48 cm. In Familienhund Ritchie hat Leo einen Bodyguard gefunden, aus dessen Eifersucht fürsorgliche Wachsamkeit wurde.

Leo kam zu früh. Wir besuchten die Wiener Jungfamilie am neuen Wohnsitz, einem Gutshof in Asparn an der Zaya, wo nebst Babygebrabbel auch noch Baulärm herrscht. Die betagten Gemäuer werden aufwendig umgebaut, saniert und renoviert.

Mit knapp 42 Jahren zählt Langthaler schon zu den späten Müttern, und das ist gut so: „Meine Schwangerschaft war extrem unproblematisch. Ich habe viel erlebt und erreicht und nun nicht mehr das Gefühl, etwas zu verpassen.“

Leo preschte rasant ins Leben der Karrierefrau: Am 31. Mai, ihrem letzten Arbeitstag bei „Brainbows“, lud sie noch zur Firmenklausur ins Weinviertel. Schon am nächsten Tag, zu Beginn der Karenz, setzten die Wehen ein: Leo ließ seinen ersten Schrei einen Monat zu früh los, am 2. Juni um 0.05 Uhr im Goldenen Kreuz. Langthaler: „Es klingt komisch, aber ich habe die Geburt fast genossen. Dank einer tollen Hebamme und tollen Ärzten ein sensationelles Erlebnis.“ Ehemann Michael stand im Kreißsaal wacker den modernen Mann. Eine der ersten Gratulantinnen war Eva Glawischnig, mit der Langthaler einen regen Jungmutterdiskurs pflegt.

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27.6.2007 15:34