König der Neuen Welt: Wie Arnold Schwar-
zenegger George Bush den Kampf ansagt
- Mit 60 ganz oben: Arnies Traum-Umfragewerte und seine grüne Offensive fürs Weiße Haus

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Das Interview: Manfred Deix erzählt, was er vom Mythos Arnie hält. Und wo er Schwarzenegger in zehn Jahren sieht.
Polit-Superstar: Österreichs Muskel-Export macht Weltpolitik. Traum-Umfragewerte und die Vision eines neuen, grünen Amerika könnten Arnie bis Washington bringen. Zum 60er kommt er nach Österreich.
"Ill be back." "Ich komme wieder." Arnold Schwarzenegger verabschiedete sich am Sonntag in Graz mit seinem verbalen Markenzeichen aus Terminator-Zeiten von Schulfreund Peter Urdl. Dazu ergänzte er: Sehr bald. Ende Juli wird der ehemalige Mr. Universe sechzig. Karten für die Salzburger Festspiele um diese Zeit hat er schon in der Tasche. Kann sehr gut sein, dass der Steirer zum runden Geburtstag wiederkommt.
Zu feiern hat der Polizistensohn Arnold aus Thal dann genug: vier wohlgeratene Kinder, eine Vorzeigeehe mit der charismatischen Journalistin Maria Shriver, ein geschätztes Vermögen von 800 Millionen Dollar am Konto und den Zenit seiner dritten Weltkarriere. Wie als Bodybuilder, dann als Filmstar, beweist der Selfmade-Star jetzt als Politiker sein Talent, es immer bis ganz nach oben zu schaffen.
Nach Thal bei Graz reiste der Gouverneur Kaliforniens weiter nach London und Paris, wo er ganz Weltmann der letzte Gast des britischen Premierministers Tony Blair war und einer der ersten des frisch gebackenen Präsidenten Nicolas Sarkozy. Die Mini-Tour sollte beweisen: Arnie ist nicht irgendein Provinzfürst, sondern ein politisches Kaliber von internationaler Größenordnung.
Traum Weißes Haus. En passant erfüllte die Reise auch den Zweck einer Ohrfeige für Blair-Intimus und Frankreich-Buhmann, US-Präsident George W. Bush, Schwarzeneggers republikanischen Parteifeind. Der bekennende US-Fan Sarkozy dürfte sich über Arnies Besuch sogar außerordentlich gefreut haben. Hatte dieser doch schon Wahlkampfreden mit Huldigungen für den Austro-Amerikaner gespickt: Dass ein Einwanderer mit einem unaussprechlichen Namen ganz noch oben kommen kann, das hat niemand so großartig wie Schwarzenegger bewiesen, so Sarkozy, der ihn wie einen Staatsmann empfing.
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