Donnerstag, 28. Juni 2007

Schattenseite der Arbeitswelt: Schüler jobben in Ferien meist für sehr wenig Geld

  • Stundenlohn liegt oftmals sogar bei unter fünf Euro
  • Arbeiterkammer fordert Ausbau der Schülerbeihilfen

Wiener Schüler jobben meist auf der Schattenseite der Arbeitswelt: Das ist das Ergebnis einer AK-Umfrage. 42 Prozent arbeiten in den Ferien. In diesen Ferialjobs seien aber lediglich 54 Prozent der Befragten gemeldet. 21 Prozent verdienen dabei weniger als fünf Euro pro Stunde. "Schüler sollen nicht unter schlechten Arbeitsbedingungen jobben müssen", kritisiert die AK.

57 Prozent der befragten Schüler können beim Ferienjob mit einem Stundenlohn zwischen fünf und zehn Euro rechnen und lediglich acht Prozent kommen über zehn Euro die Stunde. Die Hälfte der Schüler arbeitet im Sommer einen Monat, 29 Prozent länger, vornehmlich in der Gastronomie, im Büro und im Verkauf.

Lege man die Wiener Zahlen um, gibt es in ganz Österreich 130.000 Ferialarbeiter. Die AK fordert deshalb, dass Schülerbeihilfen ausgebaut werden, damit die Jugendlichen nicht gezwungen seien, zu arbeiten. (apa/red)

28.6.2007 12:31