Donnerstag, 28. Juni 2007

Terminchaos im Banken- Ausschuss:
Sundt wartete zwei Stunden lang vergeblich

  • Zeitänderung Ex-Telekom-Chef nicht zugesandt
  • Von Anwalt nach Hause geschickt & wieder aufgerufen

Der ehemalige Generaldirektor der Telekom Austria, Heinz Sundt, hat vergeblich auf seine Vorladung vor den parlamentarischen Banken-U-Ausschuss gewartet. Die Befragung von Sundt war für 19.30 Uhr vorgesehen. Sundt hatte allerdings eine Ladung für 16 Uhr bekommen. Die abgeänderte neue Ladung für den späteren Termin habe er nicht bekommen, sagte sein Anwalt Wolfgang Richter zur APA.

Sundt sei bereits kurz vor 16 Uhr in der Parlamentsdirektion erschienen und habe erst dort erfahren, dass er erst für den späteren Zeitpunkt geladen ist. "Sundt hat sich extra für die Befragung drei Stunden Zeit genommen", so sein Anwalt, der Sundt als Vertrauensperson begleitet hat. Ein Vertreter der Parlamentsdirektion habe Sundt darauf hin gesagt, er solle um 18 Uhr wiederkommen, er werde eingeschoben.

Um 18 Uhr sei Sundt ins Vorzimmer des Untersuchungsausschusses gekommen und habe dort eingecheckt. Kurz darauf sei auch der Ausschussvorsitzende Martin Graf (F) erschienen und habe Sundt freundlich begrüßt. Sundt habe Graf darauf hingewiesen, dass es ein Problem mit der Zeit gebe und er zweifle, dass sich seine Befragung noch ausgehen werde. Graf habe diese Zweifel bestätigt und sei dann in den Sitzungsraum hineingegangen, so Richter. Der für 18 Uhr geladene außer Dienst gestellten Wiener Landespolizeikommandanten Roland Horngacher sei ebenfalls schon anwesend gewesen. Ein Parlamentsbedienster habe anschließend gesagt, wir könnten gehen, so der Rechtsanwalt.

Sundt wurde kurz vor 21 Uhr zur Befragung aufgerufen. Nachdem er aber nicht mehr anwesend war, wurde die Ausschusssitzung nach einer Fraktionsführerbesprechung, bei der weitere Zeugen und Termine beschlossen wurden, beendet. Sundt hätte zum MobilTel-Deal befragt werden sollen. (apa/red)

28.6.2007 11:29