So fällt die Entscheidung: Wahlmodus bei
der Vergabe der Olympischen Spiele 2014
- Ein Kandidat muss die absolute Mehrheit erhalten
- Guatemala City: 103 IOC-Mitglieder stimmberechtigt
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Hier sollen die Spiele
über die Bühne gehen
Der Wahlmodus für die Vergabe der XXII. Olympischen Winterspiele und Paralympics 2014 im Rahmen der 119. IOC-Vollversammlung in Guatemala-City: Die drei Kandidaten Sotschi (Russland), Salzburg und Pyeongchang (Südkorea) waren am 22. Juni 2006 vom IOC aus sieben Bewerbern ausgewählt worden. Ausgeschieden waren damals Almaty (Kasachstan), Borjomi (Georgien), Jaca (Spanien) und Sofia (Bulgarien).
Im Hotel Westin Camino Real in Guatemala-City fällt die Entscheidung: Die anwesenden der insgesamt 111 IOC-Mitglieder (davon sind die IOC-Mitglieder der Bewerberländer samt Deutschland wegen Befangenheit nicht stimmberechtigt) entscheiden in geheimer Wahl. Sie drücken Knopf A, B oder C, nachdem sie zuvor die je 45-minütigen Abschlusspräsentationen der drei Kandidaten angehört, ihnen eventuell Fragen gestellt sowie den Schlussbericht der Evaluierungskommission präsentiert bekommen hatten.
Ein Kandidat gilt im ersten Wahlgang als gewählt, wenn er die absolute Mehrheit erreicht. Entfallen auf keinen der drei Kandidaten die dafür nötigen Stimmen, scheidet die Stadt mit der geringsten Stimmenzahl nach dem ersten Wahlgang aus. Das exakte Ergebnis der Stimmenauszählung bleibt aber geheim. IOC-Präsident Jacques Rogge verkündet danach entweder "We have a winner" oder "... has dropped out" (... ist ausgeschieden).
Erreicht keiner die absolute Mehrheit, dann entscheidet eine Stichwahl zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten über den Ausrichter der Winterspiele 2014.
103 IOC-Mitglieder sind in Guatemala stimmberechtigt
111 Mitglieder zählt das Internationale Olympische Komitee derzeit. Bei der Vergabe sind die Mitglieder der Kandidaten-Länder nicht stimmberechtigt, so dass im ersten Wahlgang voraussichtlich nur 103 IOC-Mitglieder entscheiden dürfen, da auch die beiden deutschen Vertreter ausgeschlossen sind, weil Salzburg die Bob-, Rodel- und Skeletonbewerbe in Schönau am Königssee (Bayern) austragen will.
Sollte es einen zweiten Wahlgang geben, sind die Mitglieder aus dem ausgeschiedenen Land wieder stimmberechtigt.
Die IOC-Mitglieder sind nicht Vertreter der einzelnen Länder im IOC, sondern Vertreter des IOC in den jeweiligen Ländern. Das IOC ist die höchste Autorität der Olympischen Bewegung. Das Gremium darf aus höchstens 115 Mitgliedern bestehen, die sich zumindest einmal im Jahr zu einer Sitzung treffen.
Aus ihrem Kreis wird auch der Präsident für acht Jahr gewählt, das Amt kann um vier Jahre verlängert werden. Das Mandat der einzelnen Mitglieder dauert acht Jahre und kann verlängert werden. Ältestes Mitglied ist der Brasilianer Joao Havelange, der bereits seit 1963 dem IOC angehört.
IOC-Mitglieder aus den Kandidaten-Ländern:
Österreich:
Leo Wallner
Deutschland:
Walther Tröger
Thomas Bach
Südkorea:
Kun Hee Lee
Yong Sung Park
Russland:
Witali Smirnow
Schamil Tarpischew
Alexander Popow
(apa/red)
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