Austria Kärnten noch immer obdachlos:
Heimstätte für erstes Heimspiel gesucht
- Verschiebung auf Ausweichtermin wird angedacht
- PLUS: St. Pölten erhält Stadion mit 8.000 Sitzplätzen

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Die aktuellen Streitigkeiten in und um Pasching bringen auch den SK Austria Kärnten in die Zwickmühle. Der Bundesligist aus Klagenfurt, der die Lizenz von Superfund Pasching übernommen hat, ist auf der Suche nach einer Spielstätte für das erste Heimspiel. Die aktuell wahrscheinlichste Variante ist, dass die Kärntner ihr erstes "Heimspiel", die Begegnung der zweiten Runde gegen Meister Red Bull Salzburg, vom 14. Juli auf den 18. Juli verschieben und in Graz bestreiten.
Da der SK Austria Kärnten das neue Wörthersee-Stadion erst am 13. September beziehen und daher seine echte Heim-Premiere in der neuen, 30.000 Zuschauer fassenden Arena am 15. September gegen Austria Wien abhalten kann, waren die Kärntner auf der Suche nach einer Spielstätte für die Heimspiele gegen Salzburg (14. Juli), Ried (21.7.), Mattersburg (11. August) und Sturm Graz (25. August).
Die Partien gegen Ried und Mattersburg können, da keine Spiele mit erhöhter Sicherheit, mittels Ausnahmegenehmigung im Sportzentrum Fischl des Zweitligisten FC Kärnten ausgetragen werden. Mit Sturm wurde bereits ein Platztausch vereinbart, Sturm hat daher am 25. August Heimvorteil, Kärnten im Retourmatch am 3. November.
Wo und wann die Partie gegen Salzburg stattfindet, ist allerdings noch offen. Ein Platztausch mit dem Meister war nicht möglich, da in der Salzburger EM-Arena ein Naturrasen verlegt wird. Das Ausweichquartier, die Grazer UPC-Arena, ist am ersten Bundesliga-Wochenende an die Zeugen Jehovas vergeben. Und die Hoffnung, noch einmal ins Waldstadion nach Pasching zurück zu kehren, hat sich zerschlagen.
Die Bundesliga hat den Plänen von Kärnten, die Zweitrunden-Heimpartie gegen Red Bull Salzburg möglicherweise vom 14. auf den 18. Juli zu verlegen, jedenfalls eine strikte Absage erteilt.
Nach Kapfenberg oder sogar ins Hanappi?
Nun steht Variante 4 im Raum, nämlich eine Verschiebung der Partie um vier Tage. Dann sollte das Grazer Stadion wieder frei sein. Sollte sich auch diese Variante scheitern, stünde noch Kapfenberg mittels Sondergenehmigung oder ein Stadion in Wien (das Hanappi-Stadion) zur Diskussion, erklärte Canori gegenüber der APA.
Für Canori steht aber auch noch eine Entscheidung betreffend angedachter Übernahme der Zweitliga-Lizenz des FC Kärnten durch den GAK an. "Der Ball liegt beim GAK. Wenn der GAK in den nächsten Tagen, in dieser Woche, ein wirtschaftlich vernünftiges Angebot legt, können wir diskutieren und entscheiden", so Canori.
Die Frage ist, so Canori, wieviel dem Grazer Traditionsklub, der nach einer Insolvenz keine Lizenz erhalten hat, die Red-Zac-Liga wert ist. Der FC Kärnten verlangt kolportierte 1,7 Mio Euro, "unter dieser Größe wird es schwer", so Canori. Der GAK hat maximal die Hälfte geboten. Laut Medienberichten hat der FC Kärnten mit Schulden von über einer Million Euro zu kämpfen.
St. Pölten erhält Stadion mit 8.000 Sitzplätzen
In der niederösterreichischen Landeshauptstadt wird unterdessen ein Fußballstadion errichtet. Eine Projektgruppe wurde mit der Planung und Umsetzung eines dafür notwendigen Konzeptes beauftragt, deren Ergebnisse bis Jahresende vorliegen sollen.
Für das Stadion, das auf dem Areal bei der NÖ Landessportschule entstehen soll, sind nun Kosten von 18 Millionen Euro veranschlagt. Die Spielstätte soll in einem ersten Schritt 8.000 Sitzplätze inkludieren. Dazu soll es die Möglichkeit geben, deren Anzahl bautechnisch auf 13.000 aufzustocken, erläuterte die Landesrätin. Die Finanzierung dritteln sich das Land NÖ, die Stadt St. Pölten sowie der Bund. Die Inbetriebnahme ist für 2010 oder 2011 geplant. Die Bauzeit betrage 18 Monate, führte die Landesrätin aus.
Der SKN St. Pölten, der derzeit seine Spiele in der Regionalliga Ost absolviert, soll in die Red Zac Erste Liga aufsteigen. Für den Klub sei ebenfalls ein Projektteam beauftragt worden, dass sich diesbezüglich mit den dafür notwendigen Fragen auseinandersetze. Im Zusammenhang mit dem Stadionbau soll künftig auch die Landessportschule weiterentwickelt werden, etwa im infrastrukturellen Bereich.
(apa/red)
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