Neue Hoffnung für Zwangsabsteiger GAK: Grazer wollen Lizenz vom FC Kärnten kaufen
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- LH Haider: "Wenn der Preis stimmt ist alles möglich"
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Die Causa GAK scheint offenbar noch immer nicht abgehakt: Trotz Verweigerung der Lizenz durch das Neutrale Schiedsgericht arbeiten die Grazer weiterhin am Verbleib in der Red-Zac-Liga. Laut einem Zeitungsbericht bahnt sich ein Lizenz-Deal zwischen den "Rotjacken" und dem FC Kärnten an, der ja eigentlich als Austria Kärnten nächste Saison in der Bundesliga spielt. Ursprünglich sollte deshalb in der Ersten Liga ein Amateur-Team der Kärntner die Meisterschaft bestreiten, allerdings bedeutet das einen empfindlichen finanziellen Mehraufwand.
Aus diesem Grund scheinen die Kärntner laut "Kurier" in Richtung GAK ein Angebot zu stellen. Unterstützend ist dabei der enge politische Draht zwischen dem steirischen BZÖ-Bundesgeschäftsführer Gerald Grosz, der sehr an einem Verbleib des GAK in der Red-Zac-Liga interessiert ist, und dem Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider.
"Das Interesse ist sicher da, allerdings muss erst verhandelt werden", so Haider laut "Kurier". "Wenn der Preis stimmt ist alles möglich." Auch GAK-Präsident Stephan Sticher bestätigt die neuen Lizenz-Pläne: "Wir stehen mit den Kärntnern in Verhandlungen. Unser Interesse ist natürlich groß." Eine Einigung scheint aber derzeit noch nicht in Sicht, da der geforderte Preis von kolportierten 1,7 Millionen Euro, die finanziellen Möglichkeiten der Grazer deutlich übersteigt.
Bundesliga wartet vorerst ab
Bundesliga-Vorstand Georg Pangl nahm gegenüben den Plänen des GAK vorerst eine abwartende Position ein. "Über Spekulationen sollte man sich im Moment nicht den Kopf zerbrechen", meinte der Burgenländer, der aber zusicherte, dass man sich "von Seiten der Bundesliga nicht generell gegen diesen Plan stellen" werde.
Sollten die Grazer Pläne vorlegen, die Hand und Fuß hätten, würde der dafür zuständige Senat 5 (Lizenzausschuss) eine Prüfung vornehmen. Eine schnelle Entscheidung in der Causa wäre jedoch im Vorfeld der in wenigen Wochen startenden Erste Liga-Saison wünschenswert.
Keine Hilfe vom Land Steiermark
Vom Land gebe es für den neuen Plan des GAK keinen Cent, betonte der steirische Sportlandesrat Manfred Wegscheider (S) im Pressefoyer nach der Sitzung der Landesregierung. Das Sportressort werde einen eventuellen Bundesliga-Lizenzkauf des GAK vom FC Kärnten nicht mitfinanzieren. Spiele sollten laut Wegscheider am Fußballfeld, nicht am Grünen Tisch gewonnen werden.
"Ich halte nichts von Lizenzkäufen und -verkäufen", erklärte Wegscheider. Gerade wegen solcher Angelegenheiten lache man ein Jahr vor der EURO 2008 über Österreichs Fußball. Für ihn sei es verständlich, dass der GAK in seiner jetzigen Situation nach jedem Rettungsanker fasse, schließlich habe man den Verein auch seitens der Bundesliga lange zappeln gelassen. Die Bundesliga müsse reformiert werden, denn derzeit sei sie eine "Lachnummer", so der Landesrat. (apa/red)
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