Nichts wird so heiß gegessen wie gekocht: Friedenspfeife nach Fahrerzwist bei McLaren
- Kein erbitterter Streit zwischen Alonso und Hamilton
- Haug: "F1 erlebt härteste Saison ihrer Geschichte"
·Nerven bei Ferrari liegen endgültig blank
Todt: Angeblich versuchte
Sabotage bei "Scuderia"
·Hamilton wird zum neuen Schumacher
Indy-Sieger stellt die Formel 1 auf den Kopf
·Die ERGEBNISSE des Grand Prix von China
PLUS: So steht es in der Fahrer- & Teamwertung
·Hamiltons Triumph-
Fahrt in Indianapolis
BILDER: Brite wieder
eine Klasse für sich!
·Der Endstand in der F1-Weltmeisterschaft!
Die Wertungen 2008 bei Fahrern & Konstrukteuren
·Von Renault bis Super
Aguri: Die Team-Infos
Heuer 11 Rennställe
und 22 Piloten am Start
·Termine & Strecken für die Saison 2007
Alle 17 Rennen: Von Australien bis Brasilien

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug traut den beiden Silberpfeil-Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso zu, in die Fußstapfen von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher zu treten. "Lewis und Fernando stehen schon mittendrin", sagte der Schwabe in einem dpa-Interview vor dem Grand Prix von Frankreich.
Der Spanier Alonso bewies seine außergewöhnlichen Qualitäten mit den beiden Titelgewinnen, als Ausnahmekönner Schumacher noch für Ferrari im Cockpit saß.
Formel-1-Rookie Hamilton gilt dagegen nach seinem Sensations-Debüt als legitimer Erbe des siebenfachen Weltmeisters aus Deutschland. Der Brite brillierte mit der beeindruckenden Bestmarke von sieben Podestplätzen in seinen ersten sieben WM-Läufen und führt die Fahrer-WM überlegen an.
"Wenn man ihm den Helm von Michael Schumacher aufsetzen würde, würde man glauben, da fährt wirklich Michael", adelte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone seinen Landsmann. Haug will trotz aller Bewunderung für Hamiltons bisher eindrucksvollen Leistungen keinen direkten Vergleich mit dem einstigen Superstar und jetzigen Renn-Pensionisten Schumacher ziehen. "Eine seriöse Aussage könnte von mir nur dann gemacht werden, wenn beide zum gleichen Zeitpunkt und in vergleichbarem Alter in unserem Auto sitzen würden", sagte der 54-Jährige.
Ausweichend reagierte Haug auf die Frage nach Hamiltons WM-Chancen angesichts von zehn Punkten Vorsprung auf seinen Teamkollegen und Titelverteidiger Alonso. "Darüber habe ich mir noch nicht eine Sekunde einen Gedanken gemacht", versicherte er und verwies auf die WM-Arithmetik: "Man macht Punkte, möglichst viele pro Rennen, addiert diese zusammen, und wer am Ende auch nur einen mehr hat als der Nächstbeste ist Weltmeister."
"Härteste Saison der Geschichte"
Zudem ist für Haug das Titelrennen trotz der aktuellen Dominanz des McLaren-Mercedes-Duos mit zuletzt drei Siegen in Serie noch lange nicht entschieden. "Erfolg ist flüchtig und muss hart erarbeitet werden. Was wir brauchen, ist totale technische und menschliche Zuverlässigkeit, und wir müssen in kürzerer Folge als unsere Konkurrenten das nächste Zehntel an Rundenzeitverkürzung finden", forderte er weiterhin vollen Einsatz des ganzen Teams.
Für ihn sind die Konkurrenten trotz deren Riesenrückstand noch längst nicht abgehängt. "Ferrari ist stark, BMW-Sauber gibt und versucht alles, Renault ist amtierender Weltmeister - wären wir gegnerlos, müssten wir nicht so hart ran", betonte der Mercedes-Mann. "Die Formel 1 erlebt ohne jeden Zweifel die härteste Saison ihrer Geschichte." Von daher finde er Behauptungen, das britisch-schwäbische Team "dominiere" den roten Rivalen, auch überspitzt: "Ferrari kann uns schon morgen schlagen, wenn wir uns nicht im Renntempo weiterentwickeln."
Genauso wenig gefällt Haug die These, Hamilton beherrsche Alonso. "Beide fuhren bei den letzten drei Rennen zwei Mal im Meterabstand über 300 Kilometer", stuft er sein Fahrer-Duo in etwa gleich stark ein. Den seit drei Grand Prix schwelenden Streit zwischen dem Spanier und dem Briten spielte der Stuttgarter herunter: "Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird." Rennfahrer seien Künstler und Athleten, die Emotionen hätten.
Haug stellte allerdings klar, dass so ein Zwist klare Grenzen habe: Ein Rennfahrer müsse wissen, "dass er Teil des Teams ist und dass Hunderte von Kollegen mit größtem Aufwand die Basis für seinen Einsatz schaffen".
(apa/red)
Bundesliga-Lizenz17:47
LASK muss absteigenTraditionsverein verliert Bundesligalizenz und muss hinunter in die Regionalliga
Zukunft Austria Wien14:31
Legenden und ZukunftProhaska & Co. über den BAWAG PSK Cup und wie es bei der Austria weitergeht
Platter trifft David Alaba15:21
Platter blamiert sichLandeshauptmann mit Aha-Erlebnis bei David Alaba: "Sie können ruhig Deutsch mit mir reden"
