Keine Ende des Doping-Chaos: Petacchi
von seinem Team Milram suspendiert
- Auch Giro-Sieger Di Luca immer mehr unter Druck

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Russen reicht 6. Platz im Zeitfahren. Glomser 8.
Die negativen Nachrichten aus dem Radsport reißen nicht ab. Der italienische Radprofi Alessandro Petacchi, der wegen Dopingsverdachts arg unter Druck geraten ist, ist von seinem Team Milram suspendiert worden. Und auch Giro-Sieger Danilo Di Luca gerät wegen Dopingverdachts immer mehr unter Druck. Die Polizei aus Florenz hat neues Belastungsmaterial vorgelegt.
Petacchi, fünffacher Etappensieger der diesjährigen Giro-Auflage, war auf das Asthma-Mittel Salbutamol positiv getestet worden. Der Italiener soll von den Anti-Doping-Ermittlern des italienischen Olympiaverbands CONI vernommen werden. Milram-Chef Gianluigi Stanga bestreitet, dass der Sprinter-König gedopt gewesen sei. "Beim Giro ist Petacchi fünf Doping-Kontrollen unterzogen worden. Er besitzt seit Jahren ärztliche Atteste des internationalen Radsportverbands, die ihm erlauben, Anti-Asthma- und Anti-Allergie- Medikamente einzunehmen", sagte Stanga.
Dem Sportler droht eine Sperre von zwei Jahren. Petacchi erklärte, er habe ein reines Gewissen und stehe der CONI-Antidopingkommission sofort für eine Anhörung zur Verfügung. Bei einer Dopingkontrolle während des Giro d'Italia war bei dem 33-Jährigen am 23. Mai ein überhöhter Wert des Asthma-Präparates festgestellt worden. Petacchi darf zwar Salbutamol verwenden, die Konzentration der Substanz darf bei einer Urin-Kontrolle jedoch nicht 1.000 Nanogramm pro Milliliter überschreiten. Der bei Petacchi festgestellte Wert lag jedoch bei 1.320. Salbutamol gilt in hoher Dosierung als leistungssteigernd.
Auch auf Giro-Sieger Danilo Di Luca lastet einiger Druck. Die Polizei von Florenz hat dem Staatsanwalt ein 572-seitiges Dossier mit abgehörten Telefongesprächen zwischen Di Luca und dem skandalumwitterten Sportmediziner, Carlo Santuccione, der als Vertrauensmann des spanischen Arztes Eufemiano Fuentes in Italien gilt. (apa)
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