CO2-Ausstöße 36 Prozent über Kyoto-Ziel: Österreich rückt weiterhin von Vorgaben ab
- Bald Temperaturanstieg von vier Grad in Österreich?
- Verkehr und Industrie sind die größten Verschmutzer

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Österreich hat sich weiter von der Erreichung der Kyoto-Klimaziele entfernt. Das stellt jetzt auch der 8. Umweltkontrollbericht 2007 des Umweltbundesamts fest. Österreich hatte sich verpflichtet, die Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008 bis 2012 um 13 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990 zu senken. 2005 lagen diese Emissionen mit 93,3 Mio. Tonnen 18 Prozent über dem Basisjahr und 36 Prozent über dem Kyoto-Ziel.
Bei einem erwarteten globalen Temperaturanstieg um mehr als zwei Grad Celsius seien großräumige Störungen der Biosphäre und des Wasserhaushalts sowie eine starke Zunahme extremer Wetterereignisse zu erwarten.
Für den Alpenraum sei sogar eine Erhöhung um rund vier Grad wahrscheinlich, so das UBA. Alpine Ökosysteme zählen zu den durch den Klimawandel am stärksten beeinflussten Gebieten.
Die wesentlichen Verursacher der Emissionen, die den Klimawandel anheizen, waren Verkehr (27 Prozent), Industrie (27 Prozent), Energieaufbringung (17 Prozent) sowie Raumwärme und sonstige Kleinverbraucher (17 Prozent). Im Verkehrssektor trat zwischen 2003 und 2005 mit 5,8 Prozent die größte Zunahme auf.
Der Verkehrsbereich hat im Beobachtungszeitraum auch wieder mehr Energie verbraucht - plus sechs Prozent zwischen 2003 und 2005, so der Bericht: "Damit nahmen die Treibhausgas-Emissionen aus dem Verkehrssektor zu (inkl. Tanktourismus.)" Gestiegen sind im Zusammenhang mit den Verkehr neben Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen und Flächenverbrauch auch die Lärmemissionen. Zur Lärmbelastung stellt der Bericht übrigens fest, dass "der Schwellenwert für Fluglärm in der Bundes-Umgebungslärmschutzverordnung mit 65 dB zu hoch" sei.
Mehr Mist: Die Behandlung und Wiederverwertung von Abfällen wurde deutlich verbessert. Der Anteil an unbehandelt deponierten Abfällen ist von 1999 auf 2004 von 28,5 auf 7,7 Prozent gesunken. Das Abfallaufkommen insgesamt ist in diesem Zeitraum allerdings von rund 49 auf 54 Mio. Tonnen, also um mehr als zehn Prozent, gestiegen.
(apa/red)
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