Keine Massenvernichtungswaffen im Irak: Vereinte Nationen beenden erfolglose Suche
- Falsche US-Informationen: "Wir machen alle Fehler"
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Studie: Auch US-Gegner kommen nicht gut weg
Gut vier Jahre nach dem Einmarsch der US-geführten Militärkoalition im Irak wegen angeblicher Bedrohung durch geheime Massenvernichtungswaffen von Diktator Saddam Hussein haben die Vereinten Nationen die Suche nach diesen Waffen formal eingestellt. Der Weltsicherheitsrat verabschiedete mit 14 von 15 Stimmen eine dementsprechende Resolution.
Die mit der Waffensuche beauftragte UNO-Kommission UNMOVIC wird durch die Resolution aufgelöst und die Internationale Atomenergieorganisation von ihrer Aufgabe befreit, mögliche Nuklearwaffen im Irak zu finden. Russland enthielt sich bei dem Votum der Stimme.
Der amerikanische UNO-Botschafter Zalmay Khalilzad sprach anschließend vor Journalisten von einem "historischen Tag". Angesprochen auf die falschen Informationen über Saddam Husseins angebliches Arsenal von atomaren, chemischen und biologischen Waffen, sagte er: "Wir machen alle Fehler." Vor der Invasion Kuwaits 1990 durch den Irak sei Saddams militärische Stärke unterschätzt worden. Vor dem Einmarsch der Koalitionstruppe im März 2003 sei sie dann überschätzt worden.
Khalilzads russischer Amtskollege Witali Tschurkin stimmte zu, dass es an der Zeit gewesen sei, "dieses Kapitel zu schließen". Russland bemängelte allerdings, dass die Inspektoren nicht dem Auftrag früherer UNO-Resolutionen nachkamen, vor der Einstellung ihrer Arbeit festzustellen, dass der Irak keine Massenvernichtungswaffen besitze.
Die irakische Regierung hatte auf eine Auflösung der Inspektorenteams gedrängt, weil damit auch 60 Millionen Dollar (44,4 Mio. Euro) frei werden, die Bagdad für UNMOVIC und IAEA-Büro aufbringen musste. Der irakische UNO-Botschafter Hamid al-Bayati begrüßte die Resolution daher: Die frei werdenden Gelder würden der irakischen Bevölkerung zu Gute kommen.
(apa/red)
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