Tiefer kann man nicht sinken: Verdächtige im Fall Maddie wollten Belohnung abstauben
- Keine Hinweise auf Zusammenhang mit Entführung
- Spanische Polizei meldete vermeintlichen Erfolg
·50 Luftballons sollen an Madeleine erinnern
Kleine Britin wird schon seit 50 Tagen vermisst
·Hoffnung für Eltern der kleinen Madeleine
Entführtes Kind angeblich auf Insel Malta gesehen
·Madeleines Eltern bleiben in Portugal
Fühlen sich an Ort der Entführung "gebunden"
·Maddie: Suche in Buschland beendet
Polizei entdeckte keine neuen Anhaltspunkte
·Schock: Ist entführte Madeleine bereits tot?
Anonymes Schreiben gibt Polizei neue Rätsel auf
·Polizei will Madeleine in Second Life suchen
Gespräche mit Betreiber Linden Labs laufen bereits
·50 Mio. Besucher auf
'Maddie'-Suchwebsite
Weiter keine heiße Spur in Portugal. VIDEO

Bei der Suche nach der im Mai in Portugal entführten vierjährigen Madeleine ist der Polizei in Spanien ein betrügerisches Paar ins Netz gegangen. Die Verdächtigen, ein Italiener und eine Portugiserin, hatten nach Angaben der spanischen Polizei versucht, mit den Eltern des entführten britischen Mädchens in Kontakt zu treten, um möglicherweise mit angeblichen Informationen über den Aufenthaltsort Madeleines an die ausgesetzte Belohnung zu gelangen. Es gebe bisher keine Hinweise dafür, dass das Paar mit der Entführung des Mädchens in Südportugal zu tun hatte. Nach der Festnahme der mutmaßlichen Erpresser hat ein spanischer Richter nun eine Nachrichtensperre verhängt.
Die Anordnung des Richters in Torremolinos hat zur Folge, dass die Polizei keine Informationen über die weitere Entwicklung in dem Fall geben darf. Das Paar befinde sich aber weiter in Gewahrsam, erklärte eine Polizeisprecherin. Die Festnahmen erfolgte in der südspanischen Ortschaft Sotogrande bei der Hafenstadt Algeciras in der Provinz Cadiz.
Nach Angaben des Außenministeriums in Rom hat der Italiener nichts mit Madeleines Verschwinden zu tun. Das hätten spanische Behörden italienischen Diplomaten berichtet, hieß es. Zwei portugiesische Ermittler waren an der Festnahme beteiligt. Aus portugiesischen Polizeikreisen verlautete, möglicherweise hätten die beiden Festgenommenen mit dem Fall zu tun, konkrete Beweise dafür gebe es aber zunächst nicht.
Gegen den Italiener lag laut Polizei ein in Frankreich ausgestellter internationaler Haftbefehl vor. Der Mann wurde demnach wegen mutmaßlicher Verbindung zu einer kriminellen Gruppe gesucht. Wegen Kindesmisshandlung habe er in Frankreiche eine 18-monatige Haftstrafe verbüßt. Der Haftbefehl habe aber nichts mit dem Fall Madeleine McCann zu tun, sagte eine Polizeisprecherin. Die Portugiesin sei wegen ihrer Verbindungen zu dem Italiener festgenommen worden.
Madeleine war Anfang Mai aus einer Ferienanlage an der Algarve-Küste in Südportugal entführt worden. Trotz einer internationalen Suchaktion fehlt von dem Mädchen bisher jede Spur.
(apa/red)
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