Donnerstag, 28. Juni 2007

Bush & Co. machen gutes Bild kaputt: Image der USA in der Welt immer schlechter

  • Auch US-Gegner kommen in Studie nicht gut weg
  • Nur Palästinenser finden Bin Laden sympathisch

Das Ansehen der USA schwindet unter der Regierung von Präsident George W. Bush im Ausland zusehends: In einer Umfrage des Pew Global Attitutes Project ist 26 Staaten, darunter Deutschland, eine positive Einschätzung der Supermacht in der Gesamtbevölkerung rückläufig. Nur noch 30 Prozent der Deutschen sehen die USA demnach in einem positiven Licht, in der Befragung vor zwei Jahren waren es noch 42 Prozent.

In Großbritannien, das an der Seite der USA in den Irak-Krieg gezogen war, bleibt das Image der USA insgesamt noch leicht positiv - ebenso in Kanada. In beiden Ländern sagten etwas mehr als 50 Prozent der Befragten, sie hätten ein positives Bild der USA. In der Türkei sagten dies indessen nur neun Prozent. Insgesamt gesehen herrscht in 25 von 47 untersuchten Ländern bei mehr als der Hälfte der Befragten noch ein positives Bild der USA vor.

In den Augen der Deutschen hat auch der russische Präsident Wladimir Putin stark an Ansehen verloren: Hatten vor vier Jahren noch Drei Viertel der Deutschen ein positives Bild des Staatschefs, so ist es in der aktuellen Befragung nur noch knapp ein Drittel.

Ein schlechtes Image haben international die erklärten Gegner der USA, wie Venezuelas Staatschef Hugo Chavez und der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad. Auch der Anführer des Terrornetzwerks Al-Kaida, Osama bin Laden, stößt auf Ablehnung. Ausnahme sind allerdings die Palästinenser-Gebiete, wo 57 Prozent der Befragten angaben, sie vertrauten dem Moslem-Extremisten.

Das Pew Project hatte für seine Repräsentativbefragung 45.000 Personen in insgesamt 47 Staaten befragt. Die Stichprobengrößen in den einzelnen Ländern reichten von 500 bis 2000 Befragten.
(APA/red)

28.6.2007 17:16