Nach blutigen Kämpfen und schwerer Krise:
Österreicher verlassen den Gazastreifen
- Botschaft in Tel Aviv hilft bei Ausreisegenehmigung
- Betroffener im TV: Lage "unbeschreiblich schlecht"
·Nahost: Blair wird Sonderbeauftragter
Soll künftig Palästinenser- Regierung unterstützen
·In Gazastreifen droht eine humanitäre Krise
Zu wenig Lebensmittel in Hamas-besetzter Region
·Abbas bezeichnet Hamas als Terroristen
Israel lässt kranke Palästinenser einreisen
·Israel plant Gaza-
Wirtschaftsembargo
Panzer sichern wichtigen Grenzübergang Erez ab
·Abbas vereidigt Notstandsregierung
Israel: Friedenschance
bei Isolation der Hamas
·Ereignisse seit dem Wahlsieg der Hamas
Abbas hat Notstands- regierung vereidigt
·Fatah: Sturm auf Hamas-Einrichtungen
Arafats Haus von Hamas- Kämpfern geplündert
·Hamas & Fatah droht die totale Isolation
Gaza: Arabische Liga kritisiert interne Kämpfe
·Fatah beendet ihre Regierungsbeteiligung
Bis die Kämpfe mit der Hamas beendet sind
Die österreichische Botschaft in Tel Aviv hilft Österreichern aus dem Gazastreifen herauszukommen, wo die radikal-islamische Hamas nach blutigen Kämpfen mit der Fatah die Kontrolle übernommen hat. Nach einem Bericht der ZiB 24 hielten sich zuletzt 60 Österreicher im Gazastreifen auf. Für 23 hat die Botschaft Ersuchen um Ausreisegenehmigung an Israel gestellt, neun sind bisher ausgereist.
Einer der Betroffenen, Raed Omari, erklärte gegenüber der ZiB 24, die Lage im Gazastreifen sei "unbeschreiblich schlecht". Er sehe keine Zukunft dort. Die Familie Omari und andere Palästinenser mit österreichischem Pass sowie Familienangehörige konnten über den Grenzübergang Erez Richtung Israel ausreisen. Sie durften aber nicht den Flughafen bei Tel Aviv benutzen, sondern mussten nach Jordanien fahren, um über Amman nach Wien zu fliegen.
Israel verhängt Ausgangssperre in Nablus
Nach einer Razzia gegen militante Mitglieder der palästinensischen Fatah-Bewegung von Präsident Mahmoud Abbas hat die israelische Armee im Westjordanland ein Ausgehverbot in der Stadt Nablus verhängt. Augenzeugen sprachen von der größten Militäraktion in der Stadt seit mehreren Monaten. Fünf israelische Soldaten wurden bei der Explosion von Sprengsätzen verletzt.
Die israelischen Streitkräfte übernahmen die Kontrolle über den örtlichen palästinensischen Rundfunksender und riefen die Bewohner der Stadt dazu auf, in ihren Häusern zu bleiben.
Am Vortag waren israelische Truppen in den 2005 geräumten Gaza-Streifen vorgestoßen, der jetzt zur Gänze von der radikal-islamischen Hamas beherrscht wird. Dabei kamen 13 Palästinenser ums Leben, unter ihnen ein zwölfjähriger Bub. Präsident Abbas hat die israelischen Militärangriffe im Gaza-Streifen scharf verurteilt. Bei einem Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Ramallah sprach Abbas am Mittwoch von "kriminellen Taten gegen unser Volk in Gaza oder im Westjordanland".
(apa/red)
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