Jet-Streit eskaliert: ÖVP-Amon überlegt
Ja zu Misstrauensantrag gegen Darabos
- Minister ist "das personifizierte Sicherheitsrisiko"
- Nur 33 Prozent glauben, dass "gut verhandelt" wurde
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"Die Menschen haben dieses Polittheater satt"
Neue Eskalation im rot-schwarzen Streit über den Eurofighter-Deal von Verteidigungsminister Norbert Darabos: Werner Amon, ÖVP-Abgeordneter und Generalsekretär des schwarzen Arbeitnehmerflügels ÖAAB, denkt laut darüber nach, den von der FPÖ angekündigten Misstrauensantrag gegen Darabos zu unterstützen. Denn, so Amon: "Darabos ist das personifizierte Sicherheitsrisiko dieser Republik."
Amon wirft im Interview mit "Österreich" Darabos vor, "am Rande des Koalitionsbruchs" agiert zu haben. Vor allem habe er den im Koalitionsabkommen vereinbarten Grundsatz verletzt, dass Verträge einzuhalten seien - auch wenn Darabos mit Eurofighter einen Vergleich geschlossen hat.
"Wir machen uns ja lächerlich, wenn bei jedem Regierungswechsel Verträge durch ein politisches Gefeilsche abgeändert werden", so Amon.
Laut einer Gallup-Umfrage für die Zeitung glauben nur 33 Prozent der Österreicher, dass Darabos "gut verhandelt" hat. 47 Prozent sehen das Sparpaket negativ. Nur 30 Prozent der Befragten ist Darabos in der gesamten Eurofighter-Frage positiv aufgefallen, aber 49 Prozent negativ.
Damit schneidet er freilich immer noch besser ab als die Regierungsspitze: Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ist in dieser Causa nur 20 Prozent positiv aufgefallen, 55 Prozent negativ, Finanzminister Wilhelm Molterer ist 18 Prozent positiv aufgefallen, 53 Prozent negativ.
(apa/red)
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